Eschentriebsterben in Berchtesgaden

200 Bäume müssen weg!

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Berchtesgaden - Bäume sind nicht nur schön anzusehen, sondern auch ein echter Gewinn für die Umwelt. Manchmal jedoch müssen sie trotzdem gefällt werden - wie aktuell am Obersalzberg:

Rund 200 Bäume entfernt der Forstbetrieb Berchtesgaden der Bayerischen Staatsforste diese Woche entlang der Obersalzbergstraße, der B319. Weniger als zunächst geplant. 

In einer Pressemeldung ging der Forstbetrieb Berchtesgaden noch von rund 400 Bäumen aus. Die Maßnahme ist aufwendig, der Grund für die Baumentfernung ist das Eschentriebsterben, so Forstbetriebsleiter Dr. Daniel Müller. 

Zwischen der Schießstättbrücke und der Abzweigung Waltenbergerstraße finden voraussichtlich noch bis Freitag umfangreiche Baumfällarbeiten statt – auf rund 650 Metern Länge. „So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig“, sagt Daniel Müller über die Zahl der betroffenen Bäume. Zahlreiche Bäume entlang der Straße seien vom Eschentriebsterben betroffen.

"Einen richtigen Zeitpunkt gibt es nicht"

„Das sind allesamt Bäume, die Schadensmerkmale aufweisen.“ Die Wurzelfäule habe bereits eingesetzt, die Bäume seien gefährdet, umzustürzen. „Bevor wir jetzt viele Einzelmaßnahmen umsetzen, haben wir uns dazu entschieden, eine große Aktion durchzuführen“, sagt Müller. Einen „richtigen Zeitpunkt“ gebe es nicht. 

Betroffen von den Straßensperrungen seien die Anlieger sowieso zu jedem Zeitpunkt. Der Obersalzberg ist noch bis Freitag durch eine beschilderte Umleitungs-Strecke über Unterau und Oberau erreichbar. Die Verkehrssicherungsmaßnahme wird gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Traunstein sowie dem Staatlichen Straßenbauamt Traunstein koordiniert. 

Kilian Pfeiffer

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