Obersalzberg braucht Gesamtkonzept

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Die Grüne Landtagsfraktion am Obersalzberg

Berchtesgaden - Die Grünen im Bayerischen Landtag begrüßen, dass die Dokumentation am Obersalzberg endlich erweitert und neu konzeptioniert werden soll.

Mitte September reisten rund 20 Abgeordnete und MitarbeiterInnen der Fraktion, unter anderem die Fraktionsvorsitzende Margarete Bause, Christine Stahl, Vize-Präsidentin des Bayerischen Landtags, sowie der kulturpolitische Sprecher Sepp Dürr nach Berchtesgaden. Zusammen mit Michael Drummer, Ortsvorstand der Grünen in Berchtesgaden, und Marie-Luise Thierauf, Vorsitzende der Grünen im Kreisverband Berchtesgadener Land, konnten sie sich davon überzeugen, wie dringend notwendig die Erweiterung der Dokumentation Obersalzberg ist: Die Ausstellung ist dem Besucheransturm nicht gewachsen.

„Die Einrichtung war von Anfang an eine beispiellose Erfolgsgeschichte“, freut sich der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Sepp Dürr. „Deshalb haben wir schon vor über zehn Jahren gefordert, sie auch so auszustatten, dass sie dem großen Interesse der Besucherinnen und Besucher gerecht werden kann.“

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Die grüne Landtagsfraktion fordert darüber hinaus, dass bei der geplanten Erweiterung die noch verbliebenen baulichen Hinterlassenschaften des NS-Regimes gesichert und das Gelände des ehemaligen Berghofs, des Platterhofs sowie des Kehlsteinhauses in das Gesamtkonzept miteinbezogen werden. „Wichtig ist uns besonders, dass das Kehlsteinhaus historisch erschlossen, zusammen mit dem Berghof-Gelände als Satellitenausstellung in die Dokumentation integriert und durch offizielle Führungen präsentiert wird“, erklärt Sepp Dürr. „Dazu gehören auch eine einheitliche Ausschilderung des gesamten Obersalzberg-Gebiets mit Wegweisern und Informationstafeln“. Das Angebot an Werbeprospekten, Andenken, Büchern etc. dürfe nur auf Grundlage wissenschaftlicher Beratung erfolgen, um zu vermeiden, dass wie bisher verharmlosende Publikationen an die Gäste verkauft werden.

Die Grünen fordern zudem, dass der private Zugang zu den Bunkeranlagen unterhalb des Hotels „Zum Türken“ entweder gänzlich gesperrt oder in das erfolgreiche und wissenschaftlich fundierte Konzept der Dokumentationsstelle miteingebunden wird. „Wir erwarten von der Staatsregierung auch eine Prüfung, ob am Obersalzberg nicht eine Internationale Jugendbegegnungsstätte als Lern- und Erinnerungsort entstehen könnte“, erklärte Sepp Dürr angesichts des besonderen Interesses gerade von Schulklassen und Jugendgruppen.

Die Forderungen der Grünen Fraktion werden demnächst Thema im Landtag sein.

Pressemitteilung Die Grünen im Bayerischen Landtag

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