Notfälle nach Wespenstichen

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Berchtesgaden - Seit rund zwei Wochen sind die Einsatzkräfte des Roten Kreuzes täglich bei mehreren Notfällen nach Wespenstichen im Einsatz.

Nicht die Insekten werden giftiger, sondern die Zahl der Allergiker nimmt seit Jahren kontinuierlich zu. Zusätzlich gibt es aufgrund des schönen Wetters im Frühjahr jetzt schon besonders viele Wespen, die durch Speisen und Getränke angelockt werden. Eigentlich beginnt die Hochsaison der Tiere erst Ende August.

In der Rettungsleitstelle Traunstein, die für die vier Landkreise Altötting, Berchtesgadener Land, Mühldorf und Traunstein zuständig ist, gehen seit dem 3. August im Schnitt täglich zehn Notrufe nach Insektenstichen ein, die einen Rettungsdienst-Einsatz erforderlich machen.

Nach der langen Schlechtwetterperiode sind die Tiere besonders aktiv, wobei auch die Feuerwehren immer wieder bei der Entfernung von Nestern gefordert sind. Besonders schwierig ist die Rettung von Allergikern an schwer erreichbaren Orten: Die Wasserwacht Berchtesgaden war am Freitag und Samstag in St. Bartholomä und an der Anlegestelle Kessel mit ihrem Rettungsboot gefordert, um Patienten nach Wespenstichen zu helfen. Freitagmittag wurden der Salzburger Notarzthubschrauber „Christophorus 6“ und das Rettungsboot der BRK-Wasserwacht nach St. Bartholomä geschickt, um einen Touristen mit allergischer Reaktion zu retten. Der Mann wurde notärztlich erstversorgt, zum Hubschrauber getragen und zum Krankenhaus geflogen.

Am Samstagnachmittag mussten der Berchtesgadener Notarzt und die Wasserwacht zur Anlegestelle Kessel ausrücken, wo ein 40-jähriger Mann aus Ungarn mit einem Stich in die Lippen zusammengebrochen war. Mit dem Rettungsboot trafen die Helfer trotz der abgelegenen Einsatzstelle rasch beim Patienten ein, der medikamentös erstversorgt und zur Seelände gefahren wurde. An der Seelände musste der Notarzt dann noch einen weiteren Touristen nach Wespenstich behandeln.

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