Mit neuen Konzepten in die Zukunft

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Beim Besuch (von links): BGLT-Geschäftsführer Stephan Köhl, Bezirkstagskandidatin Brigitte Rudholzer, Werbeleiterin Maria Stangassinger, Landtagskandidat Michael Koller, kaufmännischer Leiter Christian Kleinert und Gemeinderat Sepp Wenig.

Berchtesgaden - Wie kann man den Tourismussektor im Berchtesgadener Land langfristig positionieren? Dieser Frage gingen die Freien Wähler jetzt vor Ort nach.

Im Tourismusmanagement gilt das Berchtesgadener Land nicht nur als einzigartige Landschaft mit hohem Erholungs- und Freizeitwert, sondern hier geht es um die Positionierung einer Marke als eine der führenden Reise- und Urlaubsregionen in Deutschland. Durch die Erhöhung der Marketingkraft soll der Tourismusstandort des Landkreises langfristig gesichert werden. Eine Abordnung der Freien Wähler erkundigte sich vor Ort über Konzepte und Vorhaben der Organisation.

Für die Freien Wählern ist es wichtig, dass der Landkreis Berchtesgadener Land gemeinsam vermarktet wird und dabei alle Akteure eng zusammenarbeiten. Im Gespräch mit Stephan Köhl wurden viele wichtige Punkte angesprochen. Für den Geschäftsführer der BGLT steht fest, dass „das Berchtesgadener Land als touristische Marke bereits äußert positiv besetzt ist. Dieses positive Image und den Wiedererkennungswert muss man zukünftig auch für Wirtschaft und Handel nutzen, um die Marke Berchtesgadener Land als große Einheit nachhaltig zu stärken und (als Premiumprodukt) zu positionieren“.

Während sich der Bereich des Außenmarketings vorrangig mit der Bewerbung des vielfältigen Angebotes auseinandersetzt, geht es nach „innen“ unter anderem um Arbeitsplätze für die Menschen in der Region. Die Leute brauchen gute Ausbildungsvoraussetzungen, adäquate Stellenangebote und dass sie als Arbeitnehmer von ihrem Verdienst leben können. Es sollte den Menschen ermöglicht werden, dort zu leben, zu lernen und zu arbeiten, wo sie aufgewachsen sind.

Für Michael Koller, Landtagskandidat der Freien Wähler steht fest, dass schon die Schule mehr Interesse an den touristisch wichtigen Bereichen wie Landwirtschaft, Gastronomie und Handwerk wecken sollte. Und der Fachlehrer geht sogar noch einen Schritt weiter: „Lebensökonomie als Unterrichtsfach, wie von den Landfrauen gefordert, könnte einen Beitrag dazu leisten.“ Das würde gleichzeitig den Standort Berchtesgadener Land mehr ins Blickfeld rücken und damit die Vielfalt der wirtschaftlichen Möglichkeiten aufzeigen. Der ländliche Raum insgesamt sollte gestärkt werden - ein wichtiges Anliegen der Freien Wähler des Berchtesgadener Landes.

Damit häufiger Schulklassen aus ganz Bayern den Weg ins Berchtesgadener Land finden, müssen Anfahrtswege optimiert werden. Beispielsweise könnte die Bahnfahrt von Freilassing nach Berchtesgaden verkürzt werden. Eine Kopplung von Bildungsangeboten mit sportlichen Aktivitäten und dem Besuch von Sehenswürdigkeiten für Schulklassen würde einen wichtigen Schritt in Richtung einer touristischen Aufwertung der Region für Jugendliche bedeuten. Die Jugend von heute sind die Gäste von morgen.

Zu den wünschenswerten Maßnahmen hinsichtlich Infrastruktur und Ansiedlungspolitik sollte darauf geachtet werden, dass neue Hotels möglichst in den Innenbereich einer Ortschaft gebaut werden. Dies belebt den Ortskern und stärkt damit gleichzeitig andere Branchen. „Warum erst mit dem Auto zum Discounter fahren, wenn ich den Bäcker und Metzger vor Ort zu Fuß erreichen kann?“, bricht Brigitte Rudholzer, Bezirkstagskandidatin der Freien Wähler, eine Lanze für die dezentrale Versorgung zum Wohl der Gäste und Bürger. Auch die Verwendung von heimischen Produkten in touristischen Betrieben ist ganz wichtig.

Die Gäste erwarten authentische Gastronomiebetriebe mit regionaler Küche. Und wenn dann noch eine fesche Bedienung in Dirndlgwand mit einem Lächeln das Essen bringt, ist das Urlaubserlebnis perfekt. Viele Bürgerinnen und Bürger in der Region profitieren vom Tourismus. Die Förderung und Erhaltung unserer wunderbaren Heimat steht in engem Zusammenhang damit. So war man sich am Ende des interessanten Gespräches einig, dass der Tourismus als eine der wichtigen wirtschaftlichen Säulen im Berchtesgadener Land Anerkennung und ein klares politisches Bekenntnis verdient.

PM Freie Wähler/Martin Strobl

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