Naturschutz bietet Arbeitsplätze

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Lokalaugenschein im Nationalpark Berchtesgaden: Dr. Roland Baier (2.v.l.), stellvertretender Leiter der Nationalparkverwaltung Berchtesgaden, überzeugte die Vertreter der Agentur für Arbeit vom Nutzen der im Sommer 2009 durchgeführten Maßnahmen. Zwei geförderte Arbeitsplätze hatte Anette Farrenkopf (l.), Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit in Traunstein, dem Nationalpark zur Verfügung gestellt. Ebenfalls im Bild: Andreas Ilsanker, Konrad Lohner und Ralph Eibenstein von der Agentur für Arbeit (v.r.).

Berchtesgaden - Auch im kommenden Jahr werden zwei arbeitsuchende Handwerker aus dem Berchtesgadener Land die Gelegenheit bekommen, ein befristetes, gefördertes Arbeitsverhältnis im Nationalpark aufzunehmen.

In Zusammenarbeit mit dem Nationalpark Berchtesgaden hatte die Agentur für Arbeit die geförderten Arbeitsplätze erstmals vor zwei Jahren eingerichtet. In den vergangenen sechs Monaten waren zwei von der Arbeitsagentur geförderte Arbeitskräfte mit Erfolg im Nationalpark im Einsatz. Das Konzept hat sich bewährt und soll daher auch im kommenden Jahr fortgeführt werden.

Bei einem Ortstermin im Nationalpark Berchtesgaden überzeugte sich die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Traunstein, Anette Farrenkopf, mit einigen Kollegen kürzlich vom Erfolg der durchgeführten Maßnahme. Dr. Roland Baier, stellvertretender Leiter der Nationalparkverwaltung, führte eine Delegation der Agentur für Arbeit zu den Flächen, auf denen die Arbeiter zwischen Mai und Oktober eingesetzt waren. „Für uns waren die beiden zusätzlichen Arbeitskräfte ein enormer Gewinn“, betont Baier. „Wer arbeiten möchte und körperlich dazu in der Lage ist, dem geben wir gerne eine Chance. Gerade im Bereich Forst fällt im Nationalpark enorm viel Arbeit an und wir haben uns über die Aufstockung unserer Kapazitäten sehr gefreut.“ Im Nationalpark waren die Arbeiter vorrangig bei der Sanierung der Wege und Steige sowie bei Maßnahmen zur Bekämpfung des Borkenkäfers eingesetzt. Für Anette Farrenkopf steht der Zusatznutzen im Vordergrund, der durch die geförderten Arbeitplätze erbracht wird: „Die Jobsuchenden unterstützen den Nationalpark bei seinen Pflichtaufgaben und ermöglichen damit eine noch größere Produktivität. Sie leisten einen wichtigen Beitrag zur Waldbewirtschaftung und Verbesserung der touristischen Infrastruktur. Darüber hinaus arbeiten sie im Team, können Kontakte knüpfen und den Arbeitsalltag im Bereich Forst kennen lernen.“ Das Fernziel der Maßnahme ist für Farrenkopf klar: „Wir möchten die Teilnehmer der geförderten Maßnahme wieder in den Arbeitsmarkt integrieren. Mit Berufspraxis ist dieser Schritt natürlich leichter zu bewältigen.“ Die Agentur für Arbeit erstattet die Löhne der Arbeiter, der Nationalpark stellt die Betreuung sowie einen Teil der Arbeitskleidung und Ausrüstung zur Verfügung. „Sollten die Arbeiter ein Jobangebot erhalten, können sie natürlich sofort aus der Fördermaßnahme aussteigen“, betont Konrad Lohner, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit für das Berchtesgadener Land. Im kommenden Jahr plant die Agentur für Arbeit eine Fortsetzung der Maßnahme. „Der Erfolg hat gezeigt, dass wir hier auf dem richtigen Weg sind“, so der Arbeitsmarkt-Experte. Nationalpark-Revierleiter Hans Neubauer wünscht sich für das kommende Jahr, „dass wir nach Möglichkeit wieder auf die zwei bewährten Kollegen zählen dürfen. Beide haben sich gut in das Team integriert und wertvolle Arbeit geleistet.“ Sofern die Möglichkeit besteht, möchte Anette Farrenkopf diesem Wunsch gerne nachkommen. Sollten die Handwerker bis dahin anderweitig eine feste Anstellung gefunden haben, erhalten andere Arbeitsuchende eine Chance im Nationalpark Berchtesgaden.

Pressemitteilung Nationalparkverwaltung

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