Nationalpark kooperiert mit Russland

+
Michael Vogel (Mitte) pflegt enge Kooperationen mit Russland (v.l.): Igor Chestin und Projektleiter Armen Grigoryan sowie (v.r.) Alexej Butorin vom Institut für Geographie der russischen Akademie der Wissenschaften und Amirkhan Amirkhanov.

Berchtesgaden - Die deutsch-russische Arbeitsgruppe „Naturschutz und biologische Vielfalt“ hat sich kürzlich zu ihrer achten Sitzung im Nationalpark Berchtesgaden getroffen.

Schwerpunkt des Treffens war die Entwicklung gemeinsamer Projekte in russischen Gebirgs-Schutzgebieten. Die russischen Gäste sendeten ihr oberstes Leitungsgremium der Zusammenarbeit im Naturschutz nach Deutschland, um mit dem einzigen alpinen Nationalpark Deutschlands in einen intensiven Erfahrungsaustausch zu treten. Beide Länder streben weiterhin eine enge Zusammenarbeit an.

„Mit den russischen Naturschutz-Vertretern haben wir unser gemeinsames Vorgehen und die strategische Positionierung bei Generalversammlungen großer Naturschutzabkommen und Konventionen abgesprochen“, freut sich Dr. Michael Vogel über den regen Informationsaustausch zwischen Deutschland und Russland.

Prominente Teilnehmer der russischen Delegation waren Igor Chestin, Direktor des WWF Russland und Amirkhan Amirkhanov, Vize-Direktor des Departments für Umweltpolitik im Ministerium für Naturressourcen und Ökologie der russischen Föderation. Beide berichteten über Projekte in russischen Weltnaturerbegebieten und boten Unterstützung für die Nominierung der Buchenwaldgebiete in Deutschland zum Weltnaturerbe an.

Eine Vielzahl an Projekten wird derzeit von russischen Naturschutz-Organisationen in den Berggebieten des Altai, im Kaukasus und im Schutzgebietskomplex vom Schwarzen Meer bis nach Georgien bearbeitet. Gertrud Sahler, neue Abteilungsleiterin im Bundesministerium für Umwelt und Teilnehmerin der deutschen Delegation, wird sich künftig weiterhin für die seit Mai 1992 bestehende Zusammenarbeit in den Bereichen Naturschutz und nachhaltige Entwicklung einsetzen: „Zuständige Personen wechseln zwar, die Grundlinien der Politik werden jedoch weiterhin beibehalten.“

Auch Dr. Michael Vogel, Leiter des Nationalparks Berchtesgaden, begrüßt die Zusammenarbeit mit Russland: „Mit dem Nationalpark Sotschi bestehen enge Kooperationen. Gerade in Hinblick auf die Ausrichtung Olympischer Winterspiele tauschen beide Schutzgebiete bereits seit mehreren Monaten intensiv Informationen und Erfahrungen aus“. Im Jahr 2014 wird die Stadt Sotschi am Schwarzen Meer die Olympischen Winterspiele austragen, München ist mit Berchtesgaden und Garmisch-Partenkirchen offizieller Kandidat für die Ausrichtung im Jahre 2018.

Auch künftig wollen der Nationalpark Berchtesgaden und die Schutzgebiete im Westkaukasus die Zusammenarbeit fortsetzen. Das Land Bayern wird von den Beteiligten dazu um Unterstützung gebeten.

Pressemitteilung Nationalpark Berchtesgaden

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser