Nationalpark: Almbauern informieren sich

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Berchtesgaden - Sieben Bauern folgten der Einladung des stellvertrenden Leiters des Nationalparks Berchtesgaden, um sich um sich über die Aufgaben des Parks zu informieren.

Die Nationalparkverwaltung in Berchtesgaden intensiviert weiter die Zusammenarbeit mit den Almbauern im Schutzgebiet. Sieben Almbauern waren der Einladung von Dr. Roland Baier, stellvertretender Leiter des Nationalparks Berchtesgaden, und Maria Stöberl vom Verband der Forstberechtigten zu einer geführten Wanderung durch das Schutzgebiet gefolgt. Anlässlich des von den Vereinten Nationen (UN) ausgerufenen Internationalen Jahres der Wälder informierte Dr. Baier über die Ziele der Waldbehandlung im Nationalpark.

Besonderes Interesse zeigten die Almbauern an der Verkehrssicherungspflicht der Nationalparkverwaltung, an der Baugeschichte verschiedener Kaser sowie an der Bedeutung der Almwirtschaft im Nationalpark. Einen Schwerpunkt der Ausführungen von Dr. Baier bildeten außerdem Informationen über die intensiven Maßnahmen zum Kampf gegen den Borkenkäfer in der Bekämpfungszone. Offen wurden auch aktuelle Probleme angesprochen, die sich aus dem Borkenkäferbefall außerhalb der Bekämpfungszone für die Almwirtschaft ergeben. Maria Stöberl hierzu: „Konflikte, die daraus entstehen, werden gemeinsam mit den betroffenen Almbauern, dem Verband der Forstberechtigten, der Weiderechtskommission und dem Nationalpark konstruktiv diskutiert.

Für jede Alm sollen individuelle Lösungen gefunden werden.“ An einer ungeräumten Windwurffläche erläuterte Dr. Baier die Vorteile naturbelassener Windwurf- und Käferbereiche für den Bodenschutz und eine erfolgreiche Mischwaldverjüngung. Nach einer abschließenden Brotzeit mit allein Teilnehmern auf der Ragert-Alm ziehen Maria Stöberl und Dr. Roland Baier ein positives Fazit: „Die Gespräche waren offen und ergebnisorientiert. Auch im kommenden Jahr werden wir diese Veranstaltung als Ergänzung zu unserem regelmäßigen Runden Tisch fortsetzen, da in verschiedenen Bereichen noch Aufklärungsbedarf besteht.“

Pressemeldung Nationalpark Berchtesgaden

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