Nächtliche Herausforderung auf der Piste

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Die Pistenraupen am Jenner sind mit und ohne Seilwinde im Einsatz.

Schönau am Königssee - Tag für Tag, Nacht für Nacht sorgt das Team der Jennerbahn dafür, dass Einheimische und Gäste Spaß auf der Piste haben können. Vor allem nachts ist das eine Herausforderung.

Anspruchsvoll, aber gleichzeitig auch toll ist die Arbeit des Teams der Jennerbahn. Über acht Pistenkilometer müssen jede Nacht wieder auf Vordermann gebracht werden. Nur Donnerstags beginnt die gefährliche Arbeit um 22 Uhr, denn bis dahin sind die Skipisten für die Tourengeher noch frei. Sonst wird bereits um 18.30 Uhr damit begonnen die Pisten so zu präparieren, dass am nächsten Morgen die Gäste wieder ihrem Vergnügen nachgehen können.

Im Skigebiet am Jenner werden drei Pistengeräte eingesetzt um die gesamten Pisten zu präparieren. Unter anderem muss teilweise eine Stahlseilwinde eingesetzt werden, um die steilen Stücke zu walzen.

Pistendienst am Jenner

Oftmals verstehen viele nicht, weshalb die Pisten ab 18.30 Uhr gesperrt sind. Doch wenn man dann sieht wie gefährlich es ist, wenn die Arbeiter die Pisten preparieren, dann ist es völlig verständlich. Erst kürzlich wurde in St. Johann ein Snowboarder von einem Pistengerät überrollt und getötet, weil er auf der gesperrten Piste direkt in das Gerät gefahren war. Aber auch in der Steiermark gab es diesen Winter schon einen folgenschweren Unfall bei dem eine Skiläuferin in ein über die Piste gespanntes Stahlseil fuhr und sich lebensgefährliche Verletzungen zuzog. Das dünne Stahlseil das zur Sicherung des Pistengerätes eingesetzt wird kann in der Nacht und bei schlechter Witterung nicht gesehen werden und so wird es zur tödlichen Gefahr. Und vor solch einem Ereignis hat ein jeder Pistenraupenfahrer riesen Respekt und auch Angst.

Aktivnews

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