Details bei Pressekonferenz

Westhauser in Klinik - Wie geht es ihm?

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Der Screenshot aus einem Video der Bergwacht Bayern vom 19.06.2014 zeigt das Bergungsteam für den verletzten Höhlenforscher Johann Westhauser, der auf eine Trage fixiert durch die Riesending-Schachthöhle bei Berchtesgaden (Bayern) transportiert wird.
  • schließen
  • Martina Hunger
    Martina Hunger
    schließen

Berchtesgaden - Nach der größten Höhlen-Rettung in Bayern erreichte der verunglückte Johann Westhauser nach zwölf Tagen wieder die Oberfläche. Doch wie geht es dem Höhlenforscher heute?

Der Höhlenforscher Johann Westhauser hat sein fast zweiwöchiges Martyrium in der Riesending-Schachthöhle relativ gut überstanden. Nach seiner Rettung am Donnerstag war der 52-Jährige in die Unfallklinik Murnau geflogen worden. Er sei „wohlbehalten“ in dem Krankenhaus eingetroffen, sagte Norbert Heiland, der Vorsitzende der Bergwacht Bayern. Details zum Zustand des Verletzten soll es an diesem Freitag bei einer Pressekonferenz der Klinik geben, wie die Bergwacht mitteilte.

Unser Reporter ist in Murnau - wir berichten sofort nach der Konferenz!

Hier erreicht Westhauser das Tageslicht

LIVE-Ticker:

Westhauser, der an Pfingsten bei einem Steinschlag ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten hatte, war in einer beispiellosen Aktion aus Deutschlands tiefster Höhle gerettet worden. Am Donnerstag um 11.44 Uhr, etwas mehr als 274 Stunden nach seinem Unfall in rund 1000 Metern Tiefe, sah er am Ausgang der Schachthöhle wieder Tageslicht.Die Helfer, die ihn in den vergangenen sechs Tagen aus der Tiefe geholt hatten, lagen sich erschöpft, aber überglücklich in den Armen.

Der Arzt Nico Petterich berichtete, der Patient sei während des Transports stabil gewesen, er habe sich sogar im Laufe der Zeit weiter stabilisiert. Andernfalls wäre der Transport weit schwieriger geworden. Am Ende habe Westhauser sogar Scherze gemacht. Und bei der Ankunft im Klinikum habe er Petterich den Dank an alle Helfer mitgegeben. Mehr als 700 Menschen hatten an seiner Rettung mitgewirkt.

Johann Westhauser ist gerettet

Fotos: Höhlenforscher gerettet

Wie viel die Aktion gekostet hat, darüber hüllen sich die Helfer in Schweigen. Einsatzleiter Klemens Reindl sagte lediglich: „Wir haben uns jetzt um die Rettung gekümmert - und über Geld reden wir später. Wir haben sicher nicht zu viel getan, aber wir haben auch nicht aus Kostengründen etwas unterlassen, was notwendig gewesen wäre.“ Es werde zwar „eine Rechnung geben“. Aber damit müssten sich nun die jeweiligen Verwaltungen befassen.

Hintergründe zum Unglück in der "Riesending"-Höhle

Die Bergwacht würdigte die Leistung der Helfer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz, Italien und Kroatien. Zunächst hätten große Zweifel bestanden, ob es gelingen könne, den Verletzten zu bergen. Reindl sprach von einer „Mammutaufgabe“. Nach kürzester Zeit seien die besten Höhlenretter aus ganz Europa versammelt gewesen. 202 Retter seien allein in der Höhle im Einsatz gewesen.

Westhauser arbeitet am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). In seiner Freizeit ging er der Höhlenforschung nach.

Quellen: dpa, Bergwacht Bayern, rored24

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser