Mittenwalder und Reichenhaller Jager dominieren am Götschen

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Massenstart am Götschen: Skitourenwettkampf bei den Skimeisterschaften der Gebirgsjägerbrigade 23.

Bischofswiesen - Nach der Militärpatrouille vom Dienstagvormittag stand der Skitourenwettkampf und der Riesenslalom als weiteres Highlight der Brigadeskimeisterschaften am Götschen auf dem Programm.

Bei einsetzender Dunkelheit gingen am Dienstagabend am Götschen insgesamt 231 Wettkämpfer an den Start, die in fünf Massenstarts mit zehnminütigem Abstand gegeneinander antraten. Wie bei einen militärischen Wettkampf üblich, waren die Soldaten mit Schneetarnanzügen gekleidet und hatten persönliches Gepäck von sechs Kilogramm im Rucksack zu tragen. Nach einem Anstieg von etwa 300 Höhenmetern folgte die Abfahrt über die Piste, der ein weiterer kurzer, aber sehr steiler Anstieg über 50 Höhenmeter folgte, für den noch einmal die Felle aufgezogen werden mussten.

Beim Skitourenwettkampf kommt es darauf an, sich seine eigene Kraft gut einzuteilen und sich nicht zu früh voll zu verausgaben, wie zumindest die meisten Teilnehmer genau wussten. Dennoch war zu beobachten, dass einige Teilnehmer ernstzunehmende Schwierigkeiten hatten, den letzten Anstieg zu meistern. Andere, als hätten sie sich eben erst ausgeruht in den laufenden Wettkampf gemogelt, überzeugten auch zum Schluss mit einem überraschend hohen Tempo. Gerade den letzten Anstieg säumten die Zuschauer und feuerten die Wettkämpfer an, so dass letztlich auch alle angetretenen Wettkämpfer die Ziellinie erreichten.

Kameradenhilfe: Durchbeißen musste er sich selbst, aber ein Soldat läuft das letzte Stück mit und feuert einen Wettkämpfer an.

Jeder Truppenteil der Gebirgsjägerbrigade 23 hatte eine vorgeschriebene Anzahl von Teilnehmern für den Wettkampf zu stellen. Für die Offiziere der Brigade war die Teilnahme im Rahmen der Offiziersskimeisterschaften sogar obligatorisch. Neben den aktiven Soldaten der Bundeswehr waren auch über zwanzig Reservisten unten den Wettkämpfern vertreten. Den Sieg in der Klasse der aktiven Soldaten der Bundeswehr trug mit einer spektakulären Zeit von 26:38:09 Hauptfeldwebel Alexander Elste vom Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall davon, mit unter 20 Sekunden Abstand dicht gefolgt vom Gefreiten Florian Lorenz vom Gebirgsjägerbataillon 233 aus Mittenwald und Hauptfeldwebel Jörg Rauschenberger von der Tragtierkompanie aus Bad Reichenhall.

Brigade-Riesenslalom am Götschen

Im Rahmen der Offiziersskimeisterschaften siegte Oberleutnant Johannes Schmid vom Gebirgsjägerbataillon 231 mit 27:28:50 von Oberleutnant Ricky Weigel vom Gebirgslogistikbataillon und Hauptmann Markus Hinterseer vom Stab der Gebirgsjägerbrigade aus Bad Reichenhall. In der Mannschaftswertung erkämpfte sich das Gebirgsjägerbataillon 231 aus Bad Reichenhall den ersten Platz, gefolgt vom Gebirgslogistikbataillon 8 aus Füssen und dem Einsatz- und Ausbildungszentrum für Gebirgstragtierwesen.

Hatten gut lachen: Gefreiter Maximilian Groll (links) und Hauptgefreiter Anton Zerhoch vom Mittenwalder Gebirgsjägerbataillon 233 wurden zeitgleich Brigademeister im Riesenslalom.

Aufgrund der heftigen Schneefälle während der Dienstagnacht gab es für die Organisatoren des Riesenslaloms bei der Brigadeskimeisterschaft am Mittwoch viel Arbeit, um für alle 151 gemeldeten Rennläufer annähernd gleiche Bedingungen zu haben, was auch gelang. Und das Rennen endete mit einer Überraschung! Mit 49,7 Sekunden erreichten zeitgleich Gefreiter Maximilian Groll und Hauptgefreiter Anton Zerhoch vom Gebirgsjägerbataillon 233 aus Mittenwald das Ziel. Beide können sich nun Brigademeister im Riesenslalom 2011 nennen.

Zum engeren Favoritenkreis für die Titelvergabe zählten auch die Rennläufer der Altersklasse 1. Hier legte zunächst der Vorjahreszweite dieser Wertungsklasse, Hauptfeldwebel (HF) Jörg Rauschenberger vom Einsatz- und Ausbildungszentrum für das Gebirgstragtierwesen mit 59,3 Sekunden eine recht gute Zeit vor, die aber der Vorjahressieger HF Markus Hausruckinger vom Gebirgslogistikbataillon 8 aus Füssen gleich um drei Sekunden unterbot. Doch HF Volker Neumann vom Allgäuer Gebirgsaufklärungsbataillon 230 ließ nichts anbrennen und setzte sich mit 55,0 Sekunden an die Spitze und gewann damit seine Wertungsklasse.

Im perfekten Fahrstil auf Platz eins: Gefr. Maximilian Groll vom Gebirgsjägerbataillon 233 aus Mittenwald.

Von den hoch gehandelten Titelaspiranten ging zuerst Gefreiter Maximilian Groll vom Gebirgsjägerbataillon 233 aus Mittenwald ins Rennen und stellte zunächst mit 49,7 Sekunden eine neue Tagesbestzeit auf. Als der Divisionsvizemeister 2010, Oberstabsgefreiter Guido Gollinger vom Struber Gebirgsjägerbataillon 232 mit nur 0,4 Sekunden Rückstand ins Ziel kam, konnten die Mittenwalder Jager mit einem Sieg rechnen, zumal Gollingers Mannschaftskamerad, Gefreiter Bernhart Hösl und Obergefreiter Manuel Buchaner vom Reichenhaller Gebirgsjägerbataillon 231 nicht ganz an die Zeit des Führenden herankamen. Und dann der Paukenschlag: Der zehn Nummern nach seinem Mannschaftskameraden gestartete Vorjahresdritte, Anton Zerhoch, erreichte exakt die gleiche Laufzeit. Somit konnten sich die Mittenwalder Gebirgsjäger über einen Doppelsieg freuen.

Eine überragende Leistung zeigten auch die Starterinnen in der Damenklasse. Die Siegerin, Hauptgefreite Bettina Eder vom Gebirgsjägerbataillon 232 hätte mit ihrer Siegerzeit von 51,2 Sekunden durchaus auch mit den Männern konkurrieren können. Hier kam Stabsunteroffizier Sabrina Morlock vom Gebirgslogistikbataillon 8 mit nur 3,9 Sekunden Rückstand als Zweite ins Ziel, gefolgt von Oberfeldwebel Beatrice Soyter vom Gebirgsjägerbataillon 231.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

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