"Mit stader Musi und vui Gfui"

Berchtesgaden - Ganz anders, ganz neu als die 30 Jahre vorher - so wird der Berchtesgadener Advent in diesem Jahr. Wie genau, hat Geschäftsführerin Brigitte Reiter Bgland24 verraten.

"Altbewährtes wie die Kulisse am Schlossplatz haben wir behalten", beginnt Reiter ihre Ausführungen. "Aber wir haben außerdem bis zu 30 weitere Stände in der neuen Berchtesgadener Fußgängerzone verteilt."

Der diesjährige Berchtesgadener Advent steht unter dem Motto "Mit stader Musi und vui Gfui". Es soll dort also kein Klimbim, keinen Kitsch, kein Jingle Bells und keine Weihnachtsmänner geben. Dafür die einzigartige Berchtesgadener Handwerkskunst: "Die Bauern haben früher im Winter geschnitzt und gedrechselt. Diese Holzspielsachen wurden in die ganze Welt exportiert", erzählt Brigitte Reiter mit strahlenden Augen. "Wir haben 18 solche Figuren in der Größe von zwei bis drei Metern im Markt verteilt - vom Arschpfeifenrösserl bis zum Engerl ist alles zu finden."

Auch die Kleinen sollen in der Adventszeit in Berchtesgaden auf ihre Kosten kommen. Es werden Pferdekutschfahrten angeboten, es gibt ein Streichelgehege, ein Christbaumlabyrinth, eine Malwerkstatt, ein Engelpostamt und ein Engelstudio. Außerdem kommt jeden Samstag und Sonntag das Berchtesgadener Engerl auf den Christkindlmarkt.

Hier geht's zum kompletten Programm des Berchtesgadener Advents

"Der große Rahmen steht, das Gerüst steht", freut sich Reiter. "Ich denke auch, es gefällt, den Allerallermeisten, was wir bisher aufgebaut haben." Von einheimischer Seite gibt es trotzdem Kritik an der Umsetzung. Die Feuerwehr Berchtesgaden beispielsweise darf in diesem Jahr keinen Glühwein mehr ausschenken.

"Wir haben uns das Konzept nicht selbst ausgedacht, sondern von unseren Partnern aus Sterzing, St. Wolfgang und Großarl übernommen", versucht die Geschäftsführerin zu erklären. "Dort war es die ersten Jahre üblich, dass der Glühwein- und Getränkeverkauf in den Händen des Veranstalters lag." Trotzdem habe man alle mitnehmen wollen, so Reiter weiter. Die Feuerwehr helfe deshalb beim Auf- und Abbau und komme so auf ihre Kosten, ist sie sich sicher.

"Mit stader Musi und vui Gfui"

Rund 300.000 Euro haben die Gesellschafter der Berchtesgadener Advent GmbH in den Christkindlmarkt gesteckt. Drei Jahre haben sie sich gegeben, um den Christkindlmarkt zu etablieren. Denn "wir wollen in den kommenden Jahren weiter investieren, neue Hütten am Schlossplatz bauen, weitere Figuren kaufen und auch weitere Hütten am Marktplatz aufstellen", berichtet Brigitte Reiter von den Plänen. "Das Ganze ist davon abhängig wie der Christkindlmarkt in diesem und die nächsten Jahren angenommen wird."

Dafür hat die GmbH fleißig die Werbetrommel in einem Umkreis von rund 100 Kilometern gerührt. Flyer, Aufkleber, Radiowerbung sollen rund 30.000 Besucher nach Berchtesgaden locken. Am Donnerstag geht es los. Bis Weihnachten ist der Markt immer rund um die Wochenenden geöffnet.

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Christine Zigon

Rubriklistenbild: © cz

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