„Mehr Schnee wäre wünschenswert“

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Berchtesgadener Land - „Mehr Schnee wäre wünschenswert“ – das ist die einhellige Meinung der befragten Skiliftbetreiber, die sich aber trotzdem mit der bisherigen Skisaison recht zufrieden zeigen.

Neben kleineren Besuchereinbrüchen sind es auch deutliche Gästezuwächse, die Mut machen, so etwa am Jenner. Über die Weihnachtsfeiertage hinweg sei das Geschäft „schleppend“ verlaufen, sagt Wilfried Däuber, Betriebsleiter der Jennerbahn. „Durchwachsene Feiertage“ waren es auch am Rossfeld, sagt Rudolf Schaupp. Die Schneelage sei aber gut, „wir haben eine geschlossene Schneedecke.“

Die generelle Schneesituation sei zwar mager, sagt Däuber, der in Sachen Jenner die Fakten kennt, jedoch nur neben den eigentlichen Pisten. Dort habe man Schneemengen von zehn bis 15 Zentimetern, „auf den Pisten schaut es super aus“, weiß er zu berichten. Über die Weihnachtsfeiertage hätte das Geschäft besser laufen können, sehr gut sah es dann allerdings Anfang des Jahres aus. „Im Vergleich zum Vorjahr verbuchen wir einen Gästezuwachs von 2300 Besuchern“, so Däuber. Das entspricht einem Plus von 18 Prozent. Auch am Götschen herrschen gute Verhältnisse, am Berg betrage die Schneehöhe 55 Zentimeter, im Tal 45 Zentimeter. Alle Anlagen sind in Betrieb, die Pisten seien „sehr gut“, die Schneebeschaffenheit basiere auf festem Altschnee.

Im Hochschwarzeck hingegen zeigt sich die Lage nicht ganz so gut, die Schneemenge ist gering, es ließe sich aber gut fahren, so Christian Hillebrand, der sich mit den Besucherzahlen der vergangenen Tage zufrieden zeigt, auch, wenn das Ende der Weihnachtsferien erreicht ist, kommende Woche deutlich weniger Besucher erwartet werden. „30 bis 40 Prozent unserer Gäste sind Rodler“, weiß Hillebrand, der auf die Rodelbahn am Hochschwarzeck verweist, die derzeit noch gut befahrbar sei.

Rudolf Schaupp von den Rossfeld-Skiliften, „zweifellos das schneesicherste Familienskigebiet“, ist mit der Besucheranzahl über die Feiertage hinweg nur bedingt zufrieden. „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir es mit einem Rückgang zu tun“, sagt er. Das Weihnachtsgeschäft sei „durchwachsen“ gewesen. Die Schneelage gehe in Ordnung, „wir haben eine geschlossene Schneedecke, Naturschnee“. Wie sich die Gästezahl entwickle könne er bis dato noch nicht prognostizieren, „einige Schulen haben sich bereits angekündigt“. Gute Pistenverhältnisse erwartet sich Schaupp auch für die folgenden Tage.

„Super Schneeverhältnisse“ herrschten derzeit am Obersalzberg, sagt Andreas Bruckmann, alle fünf Betriebe seien in Betrieb. Keine Selbstverständlichkeit, wenn man auf die vergangenen Jahre zurückblickt. Damals waren zur selben Zeit lediglich zwei Lifte in Betrieb, „wir hatten kaum Schnee“, erinnert sich Bruckmann. In diesem Jahr sei man „sehr zufrieden“, das gesamte Angebot sei nutzbar. „Logisch, dass dann auch mehr Leute kommen“, sagt er mit Verweis auf das Reifenrodeln, das „Snowtubing“, das ebenfalls möglich ist. Den nächsten Besucherschub erwartet er sich für Ende Januar, in den nächsten drei Wochen werde es erst einmal etwas ruhiger werden, sowohl auf den Pisten als auch auf der Obersalzberg-Rodelbahn, 4,2 Kilometer lang und derzeit noch bis in das Tal befahrbar. „Wir konnten im Verlauf der letzten beiden Wochen sehr viele Einheimische begrüßen“, sagt Bruckmann, allerdings sei die nun einsetzende Wärme dem Fahrspaß nicht gerade zuträglich. Er hoffe auf neuen Schnee, dass es auch auf der Rodelbahn langfristig weitergehen könne. Wenn es allerdings so warm bleibe, „werden wir die Rodelbahn sperren müssen“. Zuversicht besteht, das Wetter wird es richten.

kp

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