Mehr Chancen als Risiken für den Landkreis

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Christian Ude, Oberbürgermeister der Landeshauptstadt München.

Berchtesgaden - Mit großer Mehrheit befürwortet der SPD-Kreisverband Olympia 2018. Mit einer Bewerbung will man der Landeshauptstadt den Rücken stärken.

Mit einer klaren Mehrheit befürwortet der SPD-Kreisverband die Bewerbung für die Olympischen Spiele 2018. Zusammen mit den Ortsvereinen im Landkreis beschloss der SPD-Kreisvorstand einen Antrag an den Bezirksparteitag der oberbayerischen SPD, mit dem die gemeinsame Bewerbung mit der Landeshauptstadt München und dem Kreis Garmisch-Partenkirchen weiteren Rückenwind bekommen soll.

Eingebracht wurde der Antrag vom Ortsverein Berchtesgadener Land-Süd, in dem die Sektionen der SPD im inneren Landkreis organisiert sind. „Die Olympiabewerbung bietet große Chancen für unsere Region, die eindeutig die überschaubaren Risken überwiegen“, zeigte sich der stellvertretende Kreisvorsitzende Klaus Gerlach aus Schönau am Königssee überzeugt.

Als „Schildbürgerstreich“ bezeichnete Hans Metzenleitner aus Bischofswiesen die Forderung, die gerade auf den neuesten Stand gebrachte Bob- und Rodelbahn am Königssee nicht für Olympische Spiele zur Verfügung zu stellen. „Die wichtige Entscheidung ist bereits getroffen worden: ein mittelfristiger Abriss der Bahn mit allen damit verbundenen Kosten oder eine Sanierung zu für den Landkreis sehr günstigen Konditionen. Ich glaube, dass der Kreistag zu Recht zugunsten der Bahn entschieden hat“, führte er aus. „Unser Ja zur Olympiabewerbung wäre noch wesentlich deutlicher, wenn man konsequent alle bestehenden Sportstätten in der Region genutzt und Ruhpolding mit in die Bewerbung einbezogen hätte“, ergänzte der Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion allerdings.

Hier hakte die Kreiskassiererin Elli Reischl aus Bad Reichenhall ein, die sich gegen die Olympiabewerbung aussprach. „Das IOC hat nicht zufällig einen sehr schlechten Ruf als undemokratische und unflexible Organisation. Es ist für mich nicht einzusehen, warum man sich dessen Forderung nach ´kompakten Spielen´ unterordnen muss“, kritisierte sie. Es komme darauf an, die Olympiabewerbung für wichtige Projekte im Landkreis optimal zu nutzen, meinte der SPD-Kreisvorsitzende Roman Niederberger. Auf seinen Vorschlag hin wurde der Antrag an den Bezirksparteitag um eine Passage ergänzt, in der sich die SPD für einen nachhaltigen Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel im Rahmen der Bewerbung ausspricht.

„Wenn man bei Umweltfragen wirklich global denkt, muss man auch nachfragen, ob Olympische Spiele in Frankreich oder Korea mit weniger Flächenverbrauch und höheren Umweltauflagen ablaufen würden“, begründete Isabella Zuckschwerdt ihre Unterstützung für den Antrag. Nach einer intensiven Diskussion beschlossen die Sozialdemokraten mit deutlicher Mehrheit den Antrag an den Bezirksparteitag, der ab sofort auch auf www.spd-bgl.de nachzulesen ist.

Zum Schluss der Debatte wies der Vorsitzende der SPD BGL-Süd Thomas Jander noch einmal auf die große öffentliche Veranstaltung zum Politischen Aschermittwoch am 9. März mit Oberbürgermeister Christian Ude hin. Der Präsident des Deutschen Städtetages wird ab 19.00 Uhr im Gasthaus Unterstein in Schönau am Königssee sprechen.

Pressemitteilung Sozialdemokratische Partei Deutschlands - Kreisverband Berchtesgadener Land

 

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