Höhlen-Drama am Untersberg

Johann Westhauser ist auf dem Weg zu Biwak II

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Marktschellenberg - Die Rettung des verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser schreitet weiter voran. Mittlerweile sind seine Retter mit ihm in Richtung Biwak II aufgebrochen.

UPDATE, 21.00 Uhr

Die Rettung des verunglückten Höhlenforschers Johann Westhauser schreitet weiter planmäßig voran. Gegen 17.30 Uhr sei der Trupp von Biwak 3 aus aufgebrochen, teilte ein Sprecher der Bergwacht in Berchtesgaden mit. Nächstes Ziel sei nun Biwak 2 in rund 550 Metern Höhe. Für die schwierige Wegstrecke, die von zahlreichen Auf- und Abstiegen geprägt sei, seien 24 Stunden eingeplant.

UPDATE, 17.25 Uhr

Der Patient ruht noch immer in Biwak III in rund 700 Metern Tiefe und bereitet sich dort gemeinsam mit den Hilfskräften auf den weiteren Transport Richtung Biwak II vor. Er wird durch einen Arzt betreut; sein Zustand ist unverändert stabil. Ein weiterer Arzt befindet sich auf dem Weg zum Patienten.

Die Vorbereitung der Transportstrecke ist weitgehend abgeschlossen, die zusätzlich angeforderten Höhlenretter aus Italien (20) und Kroatien (25) sind einsatzbereit vor Ort, sichern die eingesetzten Hilfskräfte ab und sind darauf eingestellt, bei Bedarf zusätzlich zu unterstützen.

Der Wille zur Hilfeleistung ist ungebrochen

Im Rahmen der Pressekonferenz wurde durch die in der Höhle eingesetzten Helfer aus Italien, Österreich, der Schweiz und Deutschland nochmals deutlich herausgestellt, dass der Wille zur Hilfeleistung ungebrochen ist und die gute und professionelle Zusammenarbeit zwischen den Nationen als allgemein sehr wohltuend und motivierend empfunden wird. Obwohl durch die einzelnen Berichte nochmals deutlich wurde, welche Dimensionen und Herausforderungen mit der Rettung des Patienten aus der Höhle verbunden sind, zeigten sich alle Helfer zuversichtlich und ihren jeweiligen Aufgaben gewachsen.

BRK-BGL

Erste Bilder aus der Schachthöhle

Das italienische Rettungsteam hat jetzt den Transport des verletzten Höhlenforschers Johann Westhauser auf Video festgehalten. Sehen Sie hier die atemberaubenden Bilder:

 

Pressekonferenz am Montag

UPDATE 13.43: ERSTE FOTOS AUS DER RIESENDING-HÖHLE

Erste Fotos aus der Riesending-Höhle

Die Rettungstrupps sind am späten Abend des Sonntags von Biwak IV aufgebrochen. Gegen 6.30 Uhr am morgen sind die Retter mit dem schwerverletzten Höhlenfoscher Johann Westhauser am Biwak III in 700 Meter Tiefe eingetroffen. Dabei hat das Team in rund zehn Stunden etwa 200 Höhenmeter zurückgelegt. Die Rettungsaktion liegt damit aktuell voll im Zeitplan.

Diese Darstellung zeigt die vermutete Lage des verletzten Höhlenforschers. (Zum Vergrößern der Karte hier klicken)

Nun ist für das Rettungsteam in der Riesending-Höhle am Untersberg zunächst eine längere Ruhepause geplant, ehe am späten Nachmittag oder Abend der Aufstieg in Richtung Biwak II beginnt. Diese Etappe wird schwieriger, haben die Retter bis dahin doch insgesamt 100 Höhenmeter mehr - also 300 Höhenmeter - zurückzulegen.

Einsatz am Untersberg: Fotos vom 8. Tag

Riesending-Einsatz am Untersberg: 8. Tag

LIVE-Ticker:

Beim Patienten, dessen Zustand nach einem Schädel-Hirn-Trauma nach wie vor stabil ist, sind rund um die Uhr etwa acht bis zehn Retter, insgesamt befinden sich immer zwischen 40 und 50 Retter in der Riesendinghöhle, die sich mit Aufstieg und Betreuung des Patienten in ständiger Rotation befinden, den Aufstieg von Biwak III aus in Richtung Höhlenausgang weiter ausbauen oder den Rückbau in den bereits zurückgelegten Streckenabschnitten fortführen. In Marktschellenberg ist außerdem ein weiteres Rettungsteam aus Kroatien mit 25 Mann, darunter ein Arzt, und ein 20-köpgfiges Team aus Kroatien eingetroffen. Sie sind zur Absicherung der Retter vor Ort zuständig und sollen die eingesetzten Retter bei Bedarf unterstützen.

Pressekonferenz mit Innenminister Joachim Herrmann

Hintergründe zum Unglück in der "Riesending"-Höhle

Der erfahrene Höhlengänger Westhauser, der am Institut für Angewandte Physik des Karlsruher Instituts für Technologie arbeitet, hatte durch einen Steinschlag in 1000 Metern Tiefe ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten. Seit Freitag sind rund 100 Einsatzkräfte der Bergwacht Bayern um seine Rettung aus der Höhle bemüht.

Video: Bayerischer Innenminister bedankt sich bei Helfern

Fotos vom Rettungseinsatz am Untersberg:

Rettungsteams im Einsatz

Höhlenrettung am Untersberg

Bilder von der Rettungsaktion an der Riesending-Schachthöhle am Untersberg

Rettungsaktion Riesending: Fotos vom 5. Tag

Versorgungsnetz für Rettungskräfte

Quellen: Bergwacht Bayern/dpa/redbgl24/rr

Rubriklistenbild: © BRK BGL

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