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Seilpartner setzte Notruf ab

Schrecklicher Unfall am Untersberg: Kletterer Nürnberg (47) stürzt 40 Meter in den Tod

Einsatz der Bergwacht am Untersberg.
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Einsatz der Bergwacht am Untersberg.

Zu einem schrecklichen Unfall kam es am Samstag, den 12. Juni am Untersberg. Ein Kletterer stürzte hier 40 Meter in den Tod.

Pressemeldung des BRK Berchtesgadener Land:

Am Samstagmittag gegen 12.45 Uhr ist in der Südwand am Berchtesgadener Hochthron (Untersberg) ein 47-jähriger Kletterer aus Nürnberg rund 40 Meter ins Seil gestürzt und dabei tödlich verletzt worden. Der Seilpartner, Einsatzkräfte der sofort alarmierten Bergwacht Marktschellenberg und die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ versuchten den Mann durch Wiederbelebungsmaßnahmen noch zu retten, hatten aber keine Chance.

Den Ermittlungen des Berchtesgadener Polizeibergführers zufolge beging der Verunglückte mit seinem Seilpartner die „Alte Südwand“ (IV-) am Berchtesgadener Hochthron. In einer der letzten Seillängen brach ihm dann vermutlich ein Griff aus, oder er rutschte mit seinen Kletterschuhen im grasdurchsetzten Gelände aus und stürzte ab. Dabei wurde eine Zwischensicherung mit herausgerissen und die Sturzstrecke verlängerte sich auf rund 40 Meter. Vermutlich dürfte er sich bei dem Absturz tödliche Verletzungen zugezogen haben.

Sein Seilpartner, der den Sturz mitbekommen und gesichert hatte, konnte den Sturz zwar halten, aber nicht verhindern, dass die durch die Wucht die Zwischensicherung ausgerissen wurde. Er leistete sofort Erste Hilfe und setzte bei der Leitstelle Traunstein einen Notruf ab. „Christoph 14“ war nach nur wenigen Minuten an der Einsatzstelle und setzte Notarzt und Bergretter per Winde in der Wand ab, wobei die Einsatzkräfte den Verunfallten wegen des alpinen und absturzgefährlichen Geländes zügig mit der Winde aufnahmen und zur weiteren Versorgung ins Tal flogen, wo bereits ein Rettungswagen des Berchtesgadener Roten Kreuzes bereitstand. Trotz intensiver Wiederbelebungsversuche konnten die Einsatzkräfte den Mann aber nicht mehr ins Leben zurückholen. „Christoph 14“ flog den unverletzten Seilpartner aus, um den sich dann der Kriseninterventionsdienst (KID) der Bergwacht kümmerte.

Die nachalarmierte Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 6“ setzte einen Berchtesgadener Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) und einen Schellenberger Bergretter mit der Winde in der Südwand ab, wobei der Polizist vor Ort die Ermittlungen zur möglichen Unfallursache durchführte und das verbliebene Beweismaterial sicherte. Den bisherigen Erkenntnissen zufolge ist kein Fremdverschulden anzunehmen. „Edelweiß 6“ musste in der Zwischenzeit einen weiteren Einsatz an der Watzmann-Mittelspitze durchführen und holte die beiden Einsatzkräfte am Untersberg später wieder ab.

Wir sind in Gedanken bei der Familie des Verstorbenen und wünschen ihr in diesen schweren Stunden viel Kraft!#

Pressemeldung BRK KV Berchtesgadener Land

Pressemeldung der Polizei

Pressemeldung im Wortlaut:

Marktschellenberg - Am Samstagmittag stürzte ein 47-jähriger Kletterer aus Nürnberg am Untersberg in Marktschellenberg ab. Zusammen mit seinem Seilpartner begingen sie die „Alte Südwand“ am Berchtesgadener Hochthron. In einer der letzten Seillängen brach dem Verunfallten vermutlich ein Griff aus, oder er rutschte mit seinen Kletterschuhen im Grasdurchsetzten Gelände aus und stürzte ab. Dabei wurde eine Zwischensicherung mit herausgerissen und die Sturzstrecke verlängerte sich auf ca. 40 Meter.

Vermutlich dürfte er sich bei dem Absturz tödliche Verletzungen zugezogen haben. Sein Seilpartner der den Sturz mitbekam und sicherte konnte den Sturz halten. Durch ihn wurde sofort ein Notruf abgesetzt und die Bergwacht Marktschellenberg zusammen mit Christoph 14 bargen zunächst in einer Kappbergung der Verunfallten um anschließend auch den Seilpartner abzubergen.

Zwei Notärzte versuchten den Abgestürzten zu reanimieren, konnten letztendlich aber nur noch den Tod feststellen.

Ein Polizeibergführer wurde im Anschluss mit dem Polzeihubschrauber an die Unfallstelle geflogen um die Ermittlungen vor Ort durchzuführen und das verbliebene Beweismaterial zu sichern .Nach Augenblicklichen Stand der Ermittlungen ist nicht von einem Fremdverschulden auszugehen.

Der Seilpartner wurde durch anschließend das Kriseninterventionsteam der Bergwacht betreut.

Pressemeldung Polizei Berchtesgaden

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