Gesundheitsamt spricht Warnung bis zum Ende der Woche aus

Wasser aus Zollhäuslbrunnen nicht trinken: Wasserprobe verzögert sich

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Marktschellenberg - In einem Haushalt der Gemeinde ist am Wochenende „Benzingeruch“ aus der Wasserleitung festgestellt und sofort gemeldet worden. Vorsichtshalber warnte die Gemeinde davor, das Wasser aus der Zollhäuslbrunnenquelle als Trinkwasser zu benutzen. Diese Warnung besteht weiterhin.

Update, 23. November, 12 Uhr - Ergebnisse der Wasserprobe verzögern sich

Die Ergebnisse der Untersuchung des Wassers aus dem Zollhäuslbrunnen verzögern sich bis Anfang kommender Woche. Bei der Entnahme der Probe sei es, laut Landratsamt, zu Komplikationen gekommen. Man müsse sich aber keine Sorgen machen, es handle sich um eine ganz normale Verzögerung.

Erstmeldung

"Nach derzeitigem Stand wurde im Rahmen der geplanten Hochbehältersanierung ein mit einem Verbrennermotor betriebenes Aggregat in die Nähe des Trinkwasserbehälters abgestellt ohne dass es zum Auslaufen von Treib- oder Schmierstoffen gekommen sei und auch kein direkter Kontakt mit dem Wasser auftrat", heißt es aus dem Landratsamt. Vermutlich sei es durch die flüchtigen Benzindämpfe zu einer geruchlichen Beeinträchtigung gekommen.

Da aber auch eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit zunächst nicht auszuschließen war, wurde nach Rücksprache mit der Rufbereitschaft des Öffentlichen Gesundheitsdienstes eine sofortige Nutzungseinschränkung hinsichtlich Verzehr und Gebrauch zur Körperpflege ausgesprochen und die Verbraucher vom Betreiber der Wasserversorgung darüber informiert. "Eine Abkochverfügung macht nur bei mikrobiologischen Verunreinigungen des Trinkwassers Sinn, dies liegt hier nicht vor. Dringend benötigtes Trinkwasser ist von den Haushalten von Extern z.B. in Form von Mineralwasser zu beschaffen. Eine Nutzung als Brauchwasser ist weiterhin möglich."

Die rund 50 Personen, die von der Regelung betroffen sind, müssen sich noch bis zum Ende der Woche gedulden, bis sie wirklich Klarheit haben. Das Wasser wird in einer zweiten Probereihe unter Aufsicht des Gesundheitsamtes und der Gemeinde auf verschiedene Inhaltsstoffe (flüchtige aromatische Kohlenwasserstoffe) untersucht. "Nach unserer derzeitigen Einschätzung sind jedoch aufgrund des lediglich indirekten Kontaktes über die Luft wahrscheinlich keine gesundheitlich relevanten Mengen dieser Stoffe zu erwarten. Abschließend kann dies jedoch erst nach Abschluss der Untersuchungen gesagt werden", bestätigte Pressesprecher Andreas Bratzdrum. "Nach Spülung und Reinigung der betreffenden Anlagenteile werden die Probenergebnisse Ende der Woche erwartet und die uneingeschränkte Nutzung voraussichtlich wieder möglich sein."

cz/Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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