Durch Helferkreis Marktschellenberg

Migranten fit für die eigene Wohnung gemacht

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Bei der Schulung erlernten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den richtigen Umgang mit einem Feuerlöscher und konnten ihr Wissen auch gleich in die Tat umsetzen.

Marktschellenberg - Um Flüchtlinge fit für die Wohnungssuche und folglich auch ein Stück selbstständiger zu machen, nahmen sieben Bewohner eines Flüchtlingsheims an einer Mieterschulung teil. 

Flüchtlinge können weder den Müll trennen, noch halten sie sich an die Hausordnung. Mit diesen Vorurteilen konnte nun in einer ersten modularen Mieterqualifizierung in Marktschellenberg aufgeräumt werden. Durchgeführt wurde die Schulung wurde von der Integrationslotsin für den Landkreis Berchtesgadener Land, Astrid Kaeswurm mit Unterstützung des Helferkreises Marktschellenberg.

Mieterschulung nach dem "Neusässer Konzept"

Sieben Bewohner einer Flüchtlingsunterkunft in Marktschellenberg nahmen an einer vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration unterstützten Mieterschulung, dem „Neusässer Konzept“, teil. Die Schulung umfasst fünf Module mit Schwerpunkt Verhalten als Mieter, Kommunikation mit Vermietern und Verstehen von Rechten und Pflichten. Es stellte sich heraus, dass es wichtig ist, auch einen Praxisteil zu Mülltrennung, Brandschutz, Nutzung von Haushaltsgeräten und den Einsatz von Putzmitteln zu schulen.

Mit Praxisübungen einen Schritt weiter zur Selbstständigkeit

V. l. n. r.: Irmela Leubner, Daniela Graßl und Stefanie Freissler-Angerer vom Helferkreis Marktschellenberg, Farsana Ahmadi, Maysam Ahmadi, Parwana Ahmadi, Hanan Alseedi, Hamed Sharifi, Franz Halmich (Erster Bürgermeister Markt Marktschellenberg), Wahida Sharifi, Nabi Ahmadi, Astrid Kaeswurm (Integrationslotsin für den Landkreis Berchtesgadener Land)

Besonderes Highlight im Praxisteil bildete die Brandschutzschulung, durchgeführt von Stefan Hurter, Berufsfeuerwehrmann der Bundeswehr. In einer etwa einstündigen Präsentation erläuterte Hurter die Beschilderung von Fluchtwegen in Gebäuden und auf Feuerlöschern. Besonders interessant für die Teilnehmer war die Übung mit einer Wärmekamera. Mit deren Hilfe können Geräte, die zur Überhitzung neigen, erkennbar gemacht werden. Im zweiten Teil der Brandschutzschulung wurde mit Übungsfeuerlöschern ein Brand gelöscht. Die Flüchtlinge, die bislang den Feuerlöschern mit großem Respekt begegnet sind, schafften es in Rekordzeit, den Löscher zu entriegeln und den Brand zu löschen. Zurück in der eigenen Unterkunft wurde dann auch gleich der eigene Feuerlöscher unter die Lupe genommen und die Beschriftung geprüft.

Franz Halmich, Erster Bürgermeister Markt Marktschellenberg, überreichte den Absolventen in einer Feierstunde ihre Teilnahmebescheinigungen. Der Markt möchte die Absolventen bei ihrer Wohnungssuche unterstützen. Für den Bürgermeister ist der Erwerb dieser Grundlagen ein wichtiger Schritt hin zur Selbstständigkeit.

Ausgebildete suchen drei Wohnungen

Die frisch Ausgebildeten suchen nun insgesamt drei Wohnungen; eine Wohnung für zwei Erwachsene mit vier Kindern, eine Wohnung für eine Mutter mit vier Kindern und eine Wohnung für einen Vater mit drei Kindern.

Dienächste Schulung wird vomBildungszentrum Max Aicher in den Räumen der Caritas Geschäftsstelle in Bad Reichenhall durchgeführt. Interessierte Migrantinnen und Migranten, die an einer der kommenden Schulungen teilnehmen möchten, können sich bei Astrid Kaeswurm im Landratsamt Berchtesgadener Land, Telefon 08651 / 773 - 475, E-Mail: astrid@kaeswurm.de informieren und anmelden.

Pressemitteilung Landratsamt Berchtesgadener Land

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