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Zwei Hubschrauber im Einsatz

Tödlicher Bergunfall bei Marktschellenberg: Salzburger (87) stürzt am Untersberg 40 Meter ab und stirbt

Neben dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ war auch ein österreichischer Polizeihubschrauber am Untersberg im Einsatz.
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Neben dem Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ war auch ein österreichischer Polizeihubschrauber am Untersberg im Einsatz.

Ein tragischer Bergunfall ereignete sich am Donnerstag (21. Juli) im Berchtesgadener Land. Ein 87 Jahre alter Bergsteiger stürzte etwa 40 Meter weit ab, er verstarb noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen.

Update, 14.10 Uhr - Pressemitteilung des BRK

Die Mitteilung im Wortlaut:

Ein 87-jähriger Bergsteiger ist am Donnerstagnachmittag in der Mittagsscharte am Untersberg rund 40 Meter tief durch Fels- und Schottergelände abgestürzt und trotz aller Bemühungen von Ersthelfern und Einsatzkräften noch vor Ort an seinen schweren Verletzungen verstorben. Einsatzkräfte der Bergwachten Martktschellenberg und Berchtesgaden, der Grödiger Bergrettung, die Besatzung des Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ und eines österreichischen Polizeihubschraubers waren im Einsatz und konnten die eigentliche Unfallstelle wegen Nebel nicht direkt anfliegen. Unter der Sachleitung der Staatsanwaltschaft ermittelt jetzt ein Polizeibergführer der Alpinen Einsatzgruppe (AEG) des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd den genauen Hergang.   

Der erfahrene Salzburger war gegen 14.30 Uhr im Abstieg vom Salzburger Hochthron in Richtung Mittagsscharte, um von dort aus weiter in Richtung des Stöhrhauses am Berchtesgadener Hochthron zu wandern. Vermutlich waren aufgrund von starkem Nebel die Felsen des alpinen Steigs feucht und rutschig, weshalb er ohne Fremdbeteiligung ausrutschte und etwa 40 Meter in dem fels- und schotterdurchsetzten Steilgelände abstürzte. Andere Bergsteiger waren sofort zur Stelle, leisteten Erste Hilfe und verständigten die Integrierte Leitstelle Traunstein, die zunächst die örtlich zuständige Bergwacht Marktschellenberg und den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ alarmierte.

Der Heli konnte die Einsatzstelle wegen Nebel nicht direkt anfliegen und setzte Retter und Ausrüstung in mehreren Anflügen unterhalb der Wolkengrenze an der Hochlack ab, wo der Pilot landen und die Einsatzkräfte aussteigen lassen konnte. Von dort aus stiegen sie weiter über den Thomas-Eder-Steig zu Fuß auf, wobei der Voraustrupp mit Notarzt bereits nach guten 20 Minuten beim Verletzten war und ihn intensivmedizinisch versorgte.

Weitere Bergretter aus Marktschellenberg und Berchtesgaden brachten von der Hochlack aus zusätzliche Ausrüstung an den Einsatzort und versicherten das Gelände mit Seilen, um den Patienten dann in der Trage aus dem Nebel zu transportieren, wo ihn der Heli mit der Winde aufnehmen sollte; doch so weit kam es nicht mehr, da sich der Zustand des Verunfallten trotz aller Bemühungen verschlechterte und er letztlich gegen 16.25 Uhr vor Ort verstarb.

Während der Rettungsaktion waren weitere Einsatzkräfte der Grödiger Bergrettung und der Bergwacht Marktschellenberg mit der Seilbahn von Grödig aus aufs Plateau gefahren und zu Fuß in Richtung Mittagsscharte unterwegs, um dann beim Abtransport zu unterstützen. Da eine Bergung weder mit dem Hubschrauber möglich war und ein Abstieg über den Thomas-Eder-Steig zu aufwendig geworden wäre, brachten die Einsatzkräfte den Verstorbenen von der Mittagsscharte nach oben in Richtung der gut ausgebauten Skiabfahrt (Weinsteig) auf die Nordostseite des Untersbergs, wo ihn dann unterhalb der Nebelgrenze die Besatzung des Salzburger Polizeihubschraubers aufnehmen und ins Tal fliegen konnte. Insgesamt waren 30 Bergretter aus Marktschellenberg (8), Berchtesgaden (10) und Grödig (12) an der aufwendigen Rettungsaktion beteiligt, darunter auch der Schellenberger Bergwacht-Notarzt und eine Fahrzeug-Besatzung mit dem Berchtesgadener Kerosin-Anhänger.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

Erstmeldung, 12.05 Uhr

Die Mitteilung im Wortlaut:

Marktschellenberg – Am Nachmittag des 21. Juli, gegen 14.30 Uhr, befand sich ein 87-jähriger Bergsteiger auf dem Abstieg vom Salzburger Hochthron in Richtung Mittagsscharte, um von dort weiter in Richtung Stöhrhaus, Berchtesgadener Hochthron, zu wandern. Vermutlich war aufgrund von starkem Nebel, die Felsen des alpine Steiges feucht und rutschig, worauf der erfahrene Bergsteiger ohne Fremdbeteiligung ausrutschte und in Folge etwa 40 Meter über Fels und Schotter durchsetztes, steiles Gelände abstürzte.

Ersthelfer waren sofort zur Stelle, leisteten Erste Hilfe und verständigten die Rettungsleitstelle. Diese alarmierte die Bergwachtbereitschaft Marktschellenberg, welche mit acht Mann zur Unfallstelle ausrückte. Aufgrund von Nebel konnte der Rettungshubschrauber Christoph 14 die Einsatzkräfte lediglich bis auf die Höhe der Toni-Lenz-Hütte verbringen, welche in Folge zu Fuß über den Thomas-Eder-Steig zur Unfallstelle aufsteigen mussten.

Rettungsarzt kann nur noch den Tod des Mannes feststellen

Im weiteren Verlauf wurden zur Unterstützung auch die Bergwachtbereitschaft Berchtesgaden mit zehn Mann, die Bergrettung Grödig (Österreich) mit zwölf Männern und Frauen und die Polizeiinspektion Berchtesgaden nachalarmiert. Der Rettungsarzt der Bergwacht Marktschellenberg konnte gegen 16.25 Uhr nur noch den Tod des Bergsteigers feststellen.

Da ein Abtransport weder mit dem Hubschrauber möglich war, noch ein Abstieg über den Thomas-Eder-Steig als Möglichkeit erschien, wurde gemeinsam entschieden, den Abtransport von der Mittagsscharte in Richtung Fürstenbrunn/Skiabfahrt zu organisieren.

Österreichischer Polizeihubschrauber bringt Leiche ins Tal

Unterhalb der Nebelgrenze konnte schließlich der weitere Abtransport mittels Rettungshubschrauber Libelle der österreichischen Polizei erfolgen. Der reibungslose, jedoch kraftaufwändige Einsatz war nur möglich, da eine hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Bergwachten aus Marktschellenberg, Berchtesgaden und den benachbarten Grödig erfolgte. Die genauere Abklärung des Unfallhergangs erfolgt durch einen Polizeibergführer der Polizeiinspektion Berchtesgaden.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Berchtesgaden

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