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Schilder-Wirrwarr am Grenzübergang Marktschellenberg

Durchfahrtsverbot an mehreren kleinen deutsch-österreichischen Grenzübergängen verwirrt Autofahrer

Ein Durchfahrtsverbot auf österreichischer Seite in Richtung deutscher Grenze ist neu, bestätigt das Landratsamt. Seit kurzem existiert auch auf deutscher Seite in Marktschellenberg, Ortsteil Zill, der Hinweis des Durchfahrtsverbots.
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Ein Durchfahrtsverbot auf österreichischer Seite in Richtung deutscher Grenze ist neu, bestätigt das Landratsamt. Seit kurzem existiert auch auf deutscher Seite in Marktschellenberg, Ortsteil Zill, der Hinweis des Durchfahrtsverbots.

Ein Durchfahrtsverbot am deutsch-österreichischen Grenzübergang Marktschellenberg/Hallein sowie vor der Gemeinde Schneizlreuth verwirrt seit kurzem Autofahrer. Das Durchfahrtsverbot auf österreichischer Seite sei neu, bestätigt das Landratsamt Berchtesgadener Land auf Nachfrage. Eine Abstimmung zwischen Österreich und der unteren Verkehrsbehörde habe es nicht gegeben, heißt es aus der deutschen Behörde. Bislang fehlten Schilder auf deutscher Seite.

Marktschellenberg – Neun Schilder sind es, die vom österreichischen Hallein kommend in Richtung deutscher Grenze nach Marktschellenberg warnen und informieren. Autofahrer sind verwirrt. Ist der Grenzübergang nutzbar oder sollte man besser umdrehen? „No trucks“ heißt es da etwa – keine Lkw. Ein Durchfahrtsverbot herrscht für Fahrzeuge mit mehr als 3,5 Tonnen. Auch Anhänger sind bei der Durchfahrt über die schmale Straße nicht erlaubt. Nur landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge sind davon ausgenommen.

Salzburg reagiert nicht

Der Schilderwirrwarr am Grenzübergang wurde vor kurzem um ein konkretes Durchfahrtsverbot erweitert: „Donnerstag bis Sonntag und Feiertage, jeweils 6 bis 22 Uhr“, heißt es dort. Ausgenommen sind dabei, laut Verkehrszeichen, Fahrräder sowie „Ziel- oder Quellverkehr Land Salzburg“. Eine Nachfrage beim Salzburger Verkehrs- und Straßenrechtsamt über die Bedeutung der Hinweise blieb unbeantwortet. 

Das Landratsamt teilt mit, über die Maßnahme nicht offiziell informiert worden zu sein. Die Ausnahme „Ziel- oder Quellverkehr Land Salzburg“ lässt aber viel Spielraum beziehungsweise „auch weiterhin viel Verkehr zu“, wie es in der Antwort der Behörde heißt.

Landratsamt hat keine Antwort parat

Auch an der Grenze in der Gemeinde Schneizlreuth, Ortsteil Melleck, weisen aus österreichischer Richtung kommend seit kurzem besagte Schilder auf die verkehrlichen Beschränkung hin: „Die Gebiete nach dem Grenzübergang in Melleck in Fahrtrichtung Lofer gehören vielfach offiziell zum Land Salzburg, weshalb der Verkehr dorthin durchfahren darf“, teilt das Landratsamt in Bad Reichenhall mit. Einzig der überregionale Verkehr von Berchtesgaden kommend, der laut Navi auf der kürzesten Verbindung über die Strecke nach Hallein zur Autobahn gelotst wird, sei vom Durchfahrtsverbot betroffen. Welche Gründe es für die zeitliche Beschränkung – nur von „Donnerstag bis Sonntag“ – gibt, ist dem Landratsamt nicht bekannt

Schilder auch auf deutscher Seite

Ganz schilderlos ist die deutsche Seite nicht: So existieren an der Bundesstraße 305, rund 3,5 Kilometer vor dem Halleiner Grenzübergang, Verkehrszeichen: Durchfahrtsverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, heißt es dort – auch Fahrzeuge mit Anhänger sind davon betroffen. Die Beschilderung sei in den vergangenen Jahren ergänzt worden und verdeutliche die Beschränkung, so das Landratsamt. Zudem wurde auf dem Wegweiser an der Bundesstraße 305 der Hinweis zur Tauernautobahn ergänzt. Von einem Durchfahrtsverbot ist dort aber nicht die Rede. Autofahrern soll mit den Hinweisen verdeutlicht werden, nicht die Abkürzung über den Mini-Grenzübergang in Zill zu nehmen.

Aufgrund der Verbindungsstraße nach Österreich sei ein gleiches oder ähnliches Verbot wie auf österreichischer Seite rechtlich nicht möglich, teilt die Pressesprecherin des Landratsamtes zudem mit. Mittlerweile wurde in Marktschellenberg auch ein Hinweis auf die Durchfahrtsbeschränkung auf deutscher Seite angebracht. 

kp

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