"Nicht höher, schneller weiter -  sondern langsamer, bewusster, menschlicher"

"Ich glaube an Marktschellenberg"

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Marktschellenberg
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Marktschellenberg - Sie gehört zu denjenigen Gemeinden im Berchtesgadener Land, mit der geringsten Einwohnerzahl. Trotzdem war das Jahr 2017 geprägt von hitzigen Diskussionen, die weit über die Ortsgrenzen hinausgingen. Für 2018 soll wieder Friede herrschen:

"Nicht höher, schneller weiter, sondern langsamer, bewusster menschlicher", dieser Spruch aus dem Zitate Kalender von Albert Einstein liegt jemanden aus dem Berchtesgadener Land ganz besonders am Herzen. Sabrina Köhler, die Initiatorin des Bürgerbegehrens für das Chaletdorf in Marktschellenberg spricht einmal mehr das aus, was viele denken.

Aufruhr in der kleinen Marktgemeinde

Hoch schlugen die Wellen in den letzten Monaten in Marktschellenberg. Der Grund war ein 5-Sterne-Chaletdorf, dass ein Stuttgarter Hotelier am Buchenweg bauen wollte. Zusammen mit seiner ganzen Familie wollte er seine Zelte im Schwabenland abbrechen und sich in Marktschellenberg eine neue Existenz aufbauen.

Aber eine Handvoll Einheimischer war davon nicht wirklich begeistert. Aus nicht öffentlichen Sitzungen des Gemeinderates sickerten Informationen durch, es wurde versucht Ängste zu schüren, "weil man doch gar nicht wissen würde was für Leute dann da so kommen" und sogar der Verdacht der Sachbeschädigung kam auf, nachdem bei einer Befürworterin der Chaletanlage ein Weidezaun niedergetreten und die Kühe des Nachts freigelassen wurden.

Sogar ausreichend Unterschriften für ein Bürgerbegehren wurden gesammelt, aber irgendwann hatte der Hotelier selber die Nase voll. Trat von seinem Vorhaben zurück und das Grundstück wurde an einen österreichischen Industriellen verkauft.

Aber wer glaubt, dass jetzt wieder Ruhe in der kleinen Marktgemeinde eintreten sollte, der irrte sich gewaltig. Auf dem Christkindlmarkt, beim Kirchgang und auch zwischen so manchen Parteimitgliedern - so hat man zumindest den Eindruck, herrscht mittlerweile fast ein wenig Kriegsstimmung. Und das zu einer eigentlich staden Zeit, in der alles ein wenig ruhiger und friedlicher verlaufen sollte.

Ich glaube an Marktschellenberg

Und wieder ist es Sabrina Köhler, die das Wort ergreift. "Ich glaube an Marktschellenberg. Leider ist das Projekt Chaletdorf gescheitert. Vielleicht war es jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, ich denke es wird sicherlich einen Grund gehabt haben, warum es nicht geklappt hat. 

Aber ich wünsche mir, dass endlich wieder Ruhe, Frieden und ein Miteinander in Marktschellenberg einkehrt. Ich persönlich stelle mir vor unser Marktschellenbergwie ein kleines Pflänzchen vor. Das muss man pflegen und düngen und auch ein wenig betüddeln, damit es groß und stark wird und überlegen kann. Das ist unser aller Arbeit, ich wünsche mir für 2018, dass wir alle gemeinsam daran bleiben, damit unser Miteinander wieder besser wird".

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