THW probt den Ernstfall

Erdrutsch in Kiesgrube bei Marktschellenberg

+
  • schließen

Marktschellenberg - Bei einer großangelegten Übung in einer Kiesgrube haben Helfer von THW, Feuerwehr und Rettungsdienst den Ernstfall geprobt - einen Erdrutsch mit Verschütteten.

Den Ernstfall haben die Mitglieder des Technischen Hilfswerks THW in der Nacht vom 14. auf den 15. September bei einer umfangreichen Übung in einer Kiesgrube bei Marktschellenberg geprobt. Die Landkreisverbände des THW aus dem Berchtesgadener Land und dem Landkreis Traunstein sind dabei besonders gefordert gewesen. Um das Szenario realistischer zu gestalten, haben Einsatzkräfte von Rettungsdienst und der Freiwilligen Feuerwehr Marktschellenberg die Übung unterstützt.

Großübung in Kiesgrube in Marktschellenberg

Das Szenario: Ein großer Erdrutsch geht ab. Fahrzeuge stürzen in der Folge in steilem Gelände ab und werden teilweise verschüttet. Ebenso wie mehrere Personen. Dass sich all das im Dunkeln abspielt, erschwert den Einsatz zusätzlich und fordert die Helfer besonders.

Bei solchen Übungen stellen die Helfer auch Schwachstellen in der Rettungskette fest. In der Nacht von Freitag auf Samstag ist das vor allem auch der Digitalfunk gewesen, der nicht einwandfrei funktioniert und daher die Kommunikation erschwert hat. Des weiteren haben die Rettungseinheiten feststellen müssen, dass sie in gewissen Bereichen bei ihrer Führungsstruktur nachbessern müssen, um einen reibungslosen Einsatz zu gewährleisten.

Diese und weitere Details im Ablauf, die den Übungsbeobachtern aufgefallen sind, werden nach dem Ende der Übung ausgewertet, um Abläufe zu optimieren und so auch die Einsatzfähigkeit der motivierten Einsatzkräfte zu verbessern.

Dabei profitieren die Retter bei der Übung auch von den Erfahrungen der jeweils anderen Truppe. So haben die einzelnen Rettungseinheiten vieles von den jeweils anderen lernen und erfahren sowie sich gegenseitig besser kennen lernen können.

Nach dem Zweiten Weltkrieg gegründet

Bei der deutschen Bundesanstalt Technisches Hilfswerk, wie das THW offiziell heißt, handelt es sich um die Zivil- und Katastrophenschutzorganisation des Bundes, die nahezu ausschließlich mit ehrenamtlichen Einsatzkräften arbeitet, wie auf der Internetseite nachzulesen ist. Die Bundesoberbehörde untersteht dem Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat und hat ihren Sitz in Bonn-Lengsdorf.

Das THW ist am 22. August 1950 gegründet worden und seit dem 25. August 1953 eine nicht rechtsfähige Anstalt des öffentlichen Rechts ohne eigene Dienstherrenfähigkeit. Der Vorgänger des THW ist die Technische Nothilfe gewesen.

ksl (mit Material von Aktivnews)

Zurück zur Übersicht: Marktschellenberg

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser