Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Marktschellenberg

18 Fragen an Michael Ernst (Bürgerliste)

Will in Marktschellenberg Bürgermeister werden: Michael Ernst (Bürgerliste).
+
Will in Marktschellenberg Bürgermeister werden: Michael Ernst (Bürgerliste).

Marktschellenberg - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Marktschellenberg wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Michael Ernst (Bürgerliste).

Homepage/Social-Media-Kanäle:


Die Antworten auf den Fragebogen von bgland24.de

1. Name

Michael Ernst


2. Partei

Bürgerliste Marktschellenberg Scheffau Landschellenberg Ettenberg

3. Alter

48

4. Wohnort

Marktschellenberg, seit Geburt

5. Geburtsort

Marktschellenberg

6. Familienstand

ledig

7. Kinder

keine

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

Ich bin ein sog. politischer Quereinsteiger. Die Bürgerliste wurde am 08.12.2019 gegründet und tritt erstmals bei der Kommunalwahl 2020 an. Der Gruppierung ist also neu auf dem politischen Parkett Marktschellenbergs.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Kommunalpolitik ist mit der „großen“ Politik in vielen Dingen unterschiedlich. Man arbeitet unmittelbar mit den Bürgerinnen und Bürgern bei Projekten zusammen. Beeindruckend sind natürlich Politiker, wie z. B. Frankreichs Staatspräsident Emanuel Macron, der nicht mehr zeitgemäße, eingefahrene, z. T. Bremsende Abläufe und Vorgehensweisen offenlegen und auf zukunftsfähige Standards anpassen will.

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Marktschellenberg ist mein Geburts- und Heimatort, seit 1999 bin ich zudem bei der Marktgemeinde angestellt. Mit Marktschellenberg bin ich verwachsen. Ich kenne den Ort in positiven und negativen Ausnahmezuständen, ob bei Festivitäten oder bei Katastrophenfällen. Die Schellenberger helfen und halten zusammen.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Aufgrund der langjährigen Berufserfahrung kann die Arbeit unmittelbar nach der konstituierenden Sitzung beginnen.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen? 

Transparenz ist angesagt. Dies beginnt in den gemeindlichen Gremien. Die Gewählten sollen die Möglichkeit auf Zugang zu den aktuellen Vorgängen haben. Mit den Bürgerinnen und Bürgern muss ein Dialog bestehen, ob durch eine Mehrzahl durch Bürgerversammlungen im Jahr oder andere Diskussionsplattformen.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Bei der Infrastruktur, von der Reinigung des Abwassers, Abwasserkanäle, Trinkwasserleitungen bis zu den Gemeindestraßen und -wege sowie den Breitbandausbau, besteht großer Handlungsbedarf. 40-50 Jahre nach der Errichtung der Anlagen sind wir in der Zeit der Erneuerung und Sanierung angekommen. Das ist eine große Herausforderung, zumal die Bürgerinnen und Bürger keinesfalls übergebührend belastet werden sollen.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Ausbau der Kindertagesstätte Schaffung von attraktivem Wohnraum im Ortskern, auch für seniorengerechtes Wohnen schnelles Internet im ganzen Gemeindegebiet

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Im Ortskern besteht Leerstand. Hier wäre einiges an Wohnfläche vorhanden. Für Eigentümer und potentielle Investoren müssen aber Anreize bestehen. Heutzutage ergeben Wirtschaftlichkeitsberechnungen oft einen Vorteil für Neubauten, allein durch die energetische Situation.

Wer ein vorhandenes Gebäude durch einen Neubau ersetzten will, kann es aber in gleicher Größe nicht mehr - die Abstandsflächen sprechen dann dagegen. Also muss man Wege mit den Bauherren Wege finden, die beste Lösung zu finden. Die Gemeinde ist hier mehr als gefragt. Familien müssen die Chance auf ein Eigenheim haben. Bedarf an Bauland besteht, man sollte es aber nach vernünftigen Kriterien schaffen und vergeben.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Bei Neubauten, Sanierungen und Erneuerungen von Gebäuden und Einrichtungen, wie z. B. dem Schwimmbad, sowie schon bei Pumpwerken ist auf Energieeffizienz zu achten. Die nachhaltig günstigste Lösung muss gefunden werden. Kombinationen von Strom aus Sonnenenergie, Wasserkraft und brennstofffreier Wärmegewinnung sind anzustreben. Natürlich dürfen wir auch beim Verkehrsproblem nicht die Augen zumachen. Steigendes Verkehrsaufkommen auf der Bundes- und Kreisstraße (Scheffauer Straße) rufen zum Handeln auf.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Artenschutz bzw. Schutz der Artenvielfalt sind sehr wichtig. Wer schultert hierbei das Meiste? Die Landwirte! Man darf die Landwirte, die eine großartige Arbeit leisten, nicht zu Buhmännern machen. Erste Erfolge aus dem neu gegründeten Landschaftspflegeverband sind erkennbar. Eine Zusammenarbeit sollte ausgebaut werden.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Die Wählerinnen und Wähler bestimmen mit ihrer Stimme die weitere Entwicklung unseres Orts. Verunsicherung durch unerklärte Begriffe und Eigenschaften sind Fehl am Platze, denn in einer Demokratie muss sich alles nach dem Wählerwillen ausrichten. Es zählt der Wählerwille! Sie haben die FREIE Wahl. Gehen Sie zur Wahl und machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

Kommentare