Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Marktschellenberg

18 Fragen an Franz Halmich (FWG)

Will sein Amt behalten: Marktschellenbergs Bürgermeister Franz Halmich (FWG).
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Will sein Amt behalten: Marktschellenbergs Bürgermeister Franz Halmich (FWG).

Marktschellenberg - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Marktschellenberg wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Franz Halmich (FWG).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Halmich Franz


2. Partei

Freie Wählergemeinschaft Marktschellenberg

3. Alter

55

4. Wohnort

Marktschellenberg (schon immer)

5. Geburtsort

Berchtesgaden

6. Familienstand

Verheiratet

7. Kinder

2

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

  • 2010 wurde ich zum Bürgermeister von Marktschellenberg gewählt.
  • 2014 wurde ich im Amt bestätigt.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

-

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich bin hier geboren und aufgewachsen, Schellenberg ist meine Heimat. Mir ist die positive Entwicklung meiner Heimatgemeinde äußerst wichtig, deshalb ist es für mich eine besondere Motivation, mich als Bürgermeister für die Belange unserer Bürgerinnen und Bürger einzusetzen.

Besonderheit: 

  • Die enge Verbundenheit der Schellenberger zu ihrem Heimatort. Das äußerst sich z.B. im ganz selbstverständlichen ehrenamtlichen Engagement der Bürger in unseren Vereinen, deren Jugendarbeit und Mitwirken bei der freiwilligen Feuerwehr. 
  • Obwohl wir eine der kleineren Gemeinden des Landkreises sind, sind wir sehr eigenständig. Wir haben Kindergarten und Krippe, Grundschule, betreiben eine eigene Wasserversorgung und Abwasserentsorgung, haben diverse Freizeiteinrichtungen, wie Schwimmbad oder Almbachklamm. 
  • Daneben liegt unser Ort mit Nähe zu Salzburg sehr verkehrsgünstig und ist gerade bei jungen Familien sehr beliebt.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Nach 10 Jahren im Amt...: 

  • ...kenne ich die Institutionen, die man im kommunalen Umfeld braucht (ich arbeite ja hauptberuflich in einer solchen Institution, dem Landratsamt).
  • ...kenne ich die Förderstellen, viele Ansprechpartner in den dortigen Abteilungen, das ist inzwischen mein tägliches Arbeitsumfeld. 
  • ...kenne ich die kommunalpolitischen Themen, die für die spezielle Struktur unserer Gemeinde wichtig sind. 
  • ...habe ich es geschafft, dieses fordernde Ehrenamt trotz meiner Angestelltentätigkeit im Hauptberuf so zu gestalten, dass ich jeden Tag im Rathaus sein kann. 
  • ...erkennen die Bürger, wieviel Zeit und Engagement ich da reinhänge, was mich natürlich sehr freut.

12. Was haben Sie in ihrer vergangenen Amtszeit erreicht?

Über 9 Mio € an Fördergelder für gemeindliche Infrastrukturmaßnahmen generiert:

  • dadurch starke Entlastung des gemeindlichen Haushaltes und Erhalt einer leistungsfähigen Infrastruktur (Straßen, Wege, öffentliche Gebäude). 
  • Bedarfsgerechte Kinderbetreuung in Krippe, Kindergarten und Schule erreicht. Daneben alle Einrichtungen auf aktuellen Stand der Technik incl. Brandschutz und energetischen Gesichtspunkten gebracht. 
  • Verkehrsberuhigung der nördlichen Salzburgerstraße durch Schaffung eines eigenen Zugangs zur Bundesstraße herbeigeführt, mit einhergehender Entlastung des historischen Ortskerns. 
  • Das historisch wertvolle Rathaus erhalten und in ein modernes, funktionelles Verwaltungsgebäude umgestaltet. Das Gebäude entspricht nun aktuellen Energiestandards und besitzt volle Barrierefreiheit, ohne seinen ursprünglichen Charakter verloren zu haben. 
  • Fertigstellung des Abwasserentsorgungskonzepts mit annähernd 100% Anbindungsquote.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Eine Aufwertung des Schulstandortes und Wertschätzung des großen ehrenamtlichen Engagements. Denkbar ist eine Multifunktionshalle, die als Turnhalle für die Grundschule und für Vereinsaktivitäten nutzbar ist. Hierdurch kann ein Mittelpunkt für gemeindliche Aktivitäten entstehen.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Zuerst einmal das was ist und gut läuft erhalten, die Vereinsarbeit und deren Jugendarbeit. Unsere Vereine übernehmen eine wichtige soziale Aufgabe im Gemeindegefüge und spielen für das gute Miteinander eine zentrale Rolle. Hier will ich auch weiterhin großzügig durch Spenden, Vernetzung aber auch Bürokratieabbau unterstützen. Eine zukunftsfähige Lösung für Verkehr und ÖPNV mit besserer Taktung und günstigen Fahrpreisen, in Zusammenarbeit mit den anderen Talkesselgemeinden und mit Unterstützung des Landkreises. Die Abwasserbeseitigung für die nächsten Generationen optimal regeln.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Das „bezahlbar“ ist weniger ein Thema, als Wohnraum generell. Es ist äußerst schwierig neue Flächen zu finden, die zur Schaffung von Wohngebieten geeignet wären. Außenbereiche sind so gut wie nicht mehr aktivierbar, es bleibt eigentlich nur, Ansätze im Innenbereich zu suchen, also nach zu verdichten bzw. vorhandenen Leerstand zu reaktivieren. Aktuell prüfen wir bereits Gebäude im Innenbereich auf ihre Fördertauglichkeit. Ich werde dazu alle finanziellen Fördermittel im Rahmen des Städtebaus und des sozialen Wohnungsbaus ausschöpfen.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Dieses Thema ist mir äußert wichtig, gerade im Hinblick auf die kommenden Generationen. Deshalb ist es essentiell, regenerative Energiequellen zu forcieren und zudem moderne Energiespeichertechniken (E-mobilität, aber auch Energieautarkie bei den Haushalten) aufzubauen. Das erstellte Energienutzungskonzept unseres Marktes gibt uns die Grundlagen, um Empfehlungen für künftige Investitionen herzuleiten. Bereits jetzt erzeugen wir 72% unseres benötigten Energieverbrauchs vor Ort.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Unsere Landwirte sind die wichtigsten Pfleger unserer Kulturlandschaft und von grundlegender Bedeutung für die Landschaft in unserer Region. Leider wirken Vorschriften und Regelungen, die auf große Betriebe abzielen, oft negativ auf Kleinbetriebe in unserer Struktur. Es darf nicht sein, dass unnötige Auflagen, die in der Ausführung nicht praktikabel oder für Kleinbetriebe wirtschaftlich untragbar sind, mit der Aufgabe von Betrieben enden. Aktuelle Probleme sind mir derzeit jedoch nicht bekannt und ich bin bei Schwierigkeiten gerne bereit, im Rahmen meiner Möglichkeiten zu unterstützen.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Ich wünsche mir, dass die Schellenberger auch weiterhin so viel Engagement und Einsatz für das gemeindliche Zusammenleben aufbringen und es uns gemeinsam gelingt, die oben genannten Ziele zu erreichen.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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