Baustelle in Marktschellenberg

Generalsanierung macht nicht alle glücklich

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Marktschellenberg - Die Sanierung der Kreisstraße BGL5 wurde immer wieder verschoben. Das Jahrhunderthochwasser von 2013 brachte die Verantwortlichen zum Handeln. Nicht alle sind zufrieden.

Es ist wohl die größte Baustelle in Marktschellenberg seit Jahren. Die Politik hatte seit 2009 die Sanierung im Haushalt geplant, andere Projekte wurden aber immer wieder vorgezogen. Erst das Jahrhunderthochwasser 2013 hat die Verantwortlichen zum Handeln gebracht.

Im Sommer 2013 wurde die Kreisstraße BGL5 zwischen Marktschellenberg und dem Ortsteil Scheffau im Bereich des Tiefenbachgrabens schwer in Mitleidenschaft gezogen. Teile der Straße wurden unterspült und abgespült, die Reparaturen nur provisorisch durchgeführt. Nun hat man sich durchgerungen und die Sanierung begonnen. Der Spatenstich erfolgte bereits.

700 Fahrzeuge im Einsatz

Tag täglich rollen auf der kleinen Straße, die unscheinbar scheint, 700 Fahrzeuge. Was viele nicht wissen: Diese Strecke ist seit der modernen Navigationssysteme ein Abkürzungsweg von Hallein nach Berchtesgaden. Viele Fahrzeuge werden über diese Strecke geführt.

Hätte man die Instandhaltung in den letzten Jahren früher durchgeführt und das Thema nicht immer verschleppt und hingehalten, wäre man günstiger davongekommen.

250 Tonnen Asphalt

Alleine in der ersten Bauetappe wurden an den ersten Tagen bereits rund 250 Tonnen alter Asphalt abgefräst, der auf dem Untersberg-Parkplatz für ein Paar Tage zwischengelagert wurde.

Auf der Straße wird kräftig gebaut, alles muss erneuert werden. Neben dem Abwasserkanal wird der Oberflächenwasserkanal und ein Rohr für zukünftige moderne Telekommunikation eingebaut.

Doch schon nach wenigen Metern zeigte sich, dass der Straßenunterbau durch undichte Oberflächenwasserleitungen und anderen Einflüssen äußerst schwierig ist. Die Baufirma muss mit größter Vorsicht vorgehen.

Generalsanierung bis Oktober

Schon im Oktober 2014 soll die Generalsanierung der Tiefenbachstraße abgeschlossen sein und wieder für den Verkehr freigegeben werden. Aber auch in Zukunft wird dieser Streckenabschnitt nur für 3,5 Tonnen Fahrzeuge freigegeben.

Die Anwohner und Landwirte ärgern sich bereits, dass ihr Lieferantenverkehr oder aber auch ihre schweren landwirtschaftlichen Maschinen zumindest offiziell nicht auf dieser Strecke fahren dürfen.

Wie sich die Situation klären lässt, steht noch in den Sternen. Ein Ausweichen auf andere Strecken wie den Reckensberg ist nicht ratsam. Dieser ist auf 7,5 Tonnen begrenzt und so auch für den Zubringerverkehr oftmals zu niedrig dimensioniert.

Große Baustelle in Marktschellenberg

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