"Marktschellenberg muss lebenswerter werden!"

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Erste Ideen zur Ortsentwicklung hat der Marktschellenberger Gemeinderat in einer Klausurtagung bereits zusammengefasst.

Marktschellenberg - Voll war der Saal des Feuerwehrhauses in Marktschellenberg bei der Bürgerversammlung am Mittwochabend und er machte einen wichtigen Punkt für die Ortsentwicklung deutlich.

"Oberste Priorität muss ein Gasthaus mit einem Veranstaltungssaal sein", forderte ein Marktschellenberger nach den Einführungen des Bürgermeisters. Gemeinsam mit der Bevölkerung will der Gemeinderat ein Ortsentwicklungskonzept erarbeiten. Dabei sollen sich vor allem die Bürger über die Stärken und Schwächen der Gemeinde bewußt werden und Verbesserungsvorschläge machen.

Der Saal im Feuerwehrhaus reichte für die zahlreichen Besucher fast nicht aus. Die letzten Besucher blieben in der offenen Tür stehen, während Bürgermeister Franz Halmich die provokanten Fragen in den Raum stellte: "Braucht Marktschellenberg eine Schule? Einen Kindergarten? Ein Schwimmbad? Einen Einkaufsmarkt?" Ja scheint die Antwort zu sein, wenn man die Aussage von Bobfahrer Karl Angerer richtig deutet: "Marktschellenberg muss wieder lebenswerter werden." Eben mit kleinen Geschäften und Wirtschaften.

Hat Marktschellenberg Zukunft?

Doch da taucht schon das erste Problem auf: "Wir haben bereits sehr viele Gespräche geführt, aber am Ende trauten sich die Veranwortlichen finanziell nicht an das Unternehmen", bedauert der Bürgermeister. "Genau da müsse die Gemeinde ins Spiel kommen und eventuell mit Mietzuschüssen oder ähnlichem unterstützen", wurde die Forderung im Publikum laut.

Dass mehr als eine Bürgschaft in so einem Fall rechtlich für Marktschellenberg nicht leistbar sei, wie Halmich ausführte, wollte den Anwesenden nicht ganz in den Kopf. Aber Marktschellenberg ist eine kleine Gemeinde mit einem kleinen Haushalt, der keine großen Sprünge erlaubt. Trotzdem zeigten sich doch einige Anwesende bereit, in der Steuerungsgruppe für ein Ortsentwicklungskonzept mitzuarbeiten. Nach der Sommerpause sollen sie zu einem ersten Termin eingeladen werden. Nach vier bis sechs Treffen und einem halben Jahr erhofft sich der Bürgermeister erste Ansätze, was wünschenswert wäre und angepackt werden sollte.

cz

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