Auf ersten Notfall folgte der zweite

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Marktschellenberg - Am Untersberg sind am Samstag gleich zwei Personen abgestürzt. Einer war mit seinem Sohn zum Klettern gegangen.

Einsatzkräfte der Bergwacht-Marktschellenberg und die Besatzung des Polizeihubschraubers „Edelweiß 2“ haben am Samstagvormittag einen verletzten 63-jährigen Bergsteiger aus Brandenburg vom Einstieg des Hochthron-Klettersteigs am Untersberg gerettet. Der noch nicht selbstgesicherte Mann war an der Randkluft zwischen Schneefeld und Fels ausgerutscht und rund drei Meter abgestürzt, wobei er sich am Kopf und am Sprunggelenk verletzte.

Gegen 11.05 Uhr ging der Notruf bei der Leitstelle in Traunstein ein, die dann den Einsatzleiter der Bergwacht Marktschellenberg alarmierte. Die Besatzung von „Edelweiß 2“ war gerade bei einer Übung mit der Bergwacht auf der Reiter Alpe, nahm wenige Minuten nach der Alarmierung zwei Bergwacht-Luftretter am Tallandeplatz in Marktschellenberg auf und setzte sie beim Patienten ab, so dass sie sofort mit der medizinischen Erstversorgung beginnen konnten.

In einem weiteren Anflug brachten die Piloten zwei weitere Bergwacht-Luftretter mit zusätzlicher Ausrüstung zur Unfallstelle an der Randkluft. Der Patient wurde im Luftrettungssack gesichert, gegen 12.40 Uhr mit einem Bergwachtmann per Rettungswinde aufgenommen und ins Tal geflogen. Notarzt und Rettungsassistenten des Roten Kreuzes übernahmen die weitere medizinische Versorgung und brachten in per Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall. „Edelweiß 2“ holte danach noch die drei Bergwacht-Luftretter mit der Winde vom Unfallort ab und flog sie ins Tal. Die Bergwacht Berchtesgaden brachte ihren Kerosinanhänger nach Marktschellenberg, mit dem der Polizeihubschrauber nachgetankt werden konnte.

Zweiter Notfall am Untersberg

Gegen 15.45 Uhr ging ein weiterer Notruf vom Untersberg ein, wo sich ein 59-jähriger Wanderer aus Rheinland Pfalz in der Nähe der Toni-Lenz-Hütte verletzt hatte. Die Leitstelle Traunstein alarmierte erneut den Einsatzleiter der Bergwacht Marktschellenberg, der den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ anforderte. Die Besatzung versuchte aufgrund des zunehmend schlechteren Wetters mit Regen und einfallendem Nebel keine Zeit zu verlieren und die Unfallstelle direkt anzufliegen. „Christoph 14“ konnte gegen 16.10 Uhr rund 50 Meter oberhalb der Unfallstelle landen. Der Notarzt versorgte den 59-Jährigen und sicherte ihn in einem Rettungssitz. Der Pilot nahm dann Notarzt und Patient am sieben Meter kurzen Rettungstau auf und flog beide zum Tallandeplatz auf der Thorerwiese, wo bereits die Bergwacht und der Rettungswagen des Roten Kreuzes zum Weitertransport in die Kreisklinik Bad Reichenhall warteten.

Quelle: BRK Berchtesgadener Land

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