Untersberg: Zwei Einsätze an einem Tag

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Marktschellenberg - Die Bergwacht Marktschellenberg musste am Mittwoch gleich zwei Mal am Untersberg ausrücken. Unter anderem mussten sie einen schwerverletzten Wanderer retten.

Die Bergwacht Marktschellenberg musste am Mittwochnachmittag gleich zweimal hintereinander zu Einsätzen am Untersberg ausrücken: Ein 67-jähriger Wanderer aus Sachsen war auf einem verfallenen Steig von der Almbachklamm über den Auergraben zum Zehnkaser gestolpert und hatte sich an einem spitzen Stein schwer am Hinterkopf verletzt; er wurde per Rettungstau ins Tal geflogen. Ein 57-jähriger aus Nordrhein-Westfalen verletzte sich im Bereich der Toni-Lenz-Hütte am Sprunggelenk und musste mit dem Rettungsfahrzeug ins Tal gefahren werden.

Rettung aus der Almbachklamm

Der 67-jährige Sachse war mit drei weiteren Wanderern über einen verfallenen Steig von der Almbachklamm über den Auergraben zum Zehnkaser unterwegs. Als die Gruppe den Weg nicht mehr fand, kehrte sich um. Im Abstieg stolperte der 67-Jährige und landete mit dem Hinterkopf auf einem spitzen Stein. Seine Begleiter setzten einen Notruf ab, woraufhin die Leitstelle Traunstein gegen 13 Uhr die Bergwacht alarmierte. Der Pilot des nachgeforderten Traunsteiner Rettungshubschraubers „Christoph 14“ ließ den Notarzt am Tallandeplatz aussteigen und startete mit einem Bergwacht-Luftretter zu einem Suchflug, wobei sie die Einsatzstelle nach wenigen Minuten fanden.

Der Bergwachtmann stieg im Schwebeflug aus und begann sofort, den Patienten zu versorgen. In der Zwischenzeit montierten die Einsatzkräfte in Ettenberg ein 25 Meter langes Rettungstau am Hubschrauber, mit dem der Notarzt und ein weiterer Bergwacht-Luftretter zum Unfallort geflogen wurden. Die Retter versorgten den Patienten weiter und lagerten ihn in die Gebirgstrage um. Der 67-Jährige wurde zusammen mit dem Arzt ins Tal geflogen und mit einem Rettungswagen des Roten Kreuzes zur Kreisklinik Bad Reichenhall gefahren. In der Zwischenzeit brachte „Christoph 14“ wegen einer aufziehenden Schlechtwetterfront die beiden Bergwachtmänner zurück ins Tal.

Kurz nach 16 Uhr musste die Bergwacht erneut ausrücken: Ein 57-Jähriger aus Nordrhein-Westfalen hatte sich im Bereich der Toni-Lenz-Hütte am Sprunggelenk verletzt und konnte nicht mehr selbständig absteigen. Die Einsatzkräfte holten den Mann per Geländefahrzeug ab und übergaben ihn im Tal an eine Krankenwagen-Besatzung des Roten Kreuzes, die ihn zur Kreisklinik Berchtesgaden brachte.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

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