Bergsteigerinnen verirren sich im Lattengebirge

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Ramsau - Die Bergwacht Ramsau musste am Donnerstagabend zwei unverletzte Berggeherinnen vom Mitterbergsteig im Lattengebirge retten.

Die beiden Frauen aus Leipzig und Jena waren mit ihren Männern auf einer Überschreitung vom Predigtstuhl über den Törlkopf und Fernwasser zur Mordaualm unterwegs, als sie im mittleren Teil des Steiges in Bergnot gerieten, da der Weg dort seit einiger Zeit aufgrund eines Hangrutsches in einem schlechten Zustand ist; schon mehrmals kam es auf der Alm deswegen zu Beschwerden von Bergwanderern.

Rettungseinsatz am Lattengebirge

Die beiden Männer meisterten die besagte Stelle, doch die Frauen trauten sich nicht weiter und auch nicht mehr zurück. Da die Männer nicht helfen konnten, versuchten sie auf der Alm Unterstützung zu holen und gedachten, ihre Angetrauten mittels Leitern selber aus der misslichen Lage zu befreien.

Die Sennerin der Mordaualm konnte ihnen dieses gut gemeinte, aber doch fragwürdige Vorhaben schließlich doch ausreden und ein anwesender Landwirt alarmierte dann schließlich über die Integrierte Leitstelle Traunstein die Ramsauer Bergwacht. Wegen der fortgeschrittenen Tageszeit schickte der Einsatzleiter gegen 18 Uhr seine Mannschaft mit Geländefahrzeugen los und forderte zur Suche aus der Luft den Traunsteiner Rettungshubschrauber „Christoph 14“ an. Eine schnelle Motorradvorausstreife klärte die Sachlage beim Melder, die Bodenmannschaft rückte mit den Geländefahrzeugen nach und die bergerfahrene Hubschrauber-Crew startete zu einem Suchflug. Mit einem Ramsauer Bergretter an Bord konnten die beiden Frauen aus der Luft recht schnell lokalisiert und der Rettungstrupp zur Einsatzstelle dirigiert werden. Zwar unverletzt, doch physisch und psychisch sehr angeschlagen, fanden die Bergwachtleute die Gesuchten dann vor, die an die vier Stunden an derselben Stelle ausharren mussten. Der Rest war Routine: Die Bergwacht brachte die Frauen sicher über den Steig zur Mordaualm und danach mit dem Geländefahrzeug ins Tal - rechtzeitig vor Einbruch der Dunkelheit.

Markus Leitner für das Bayerische Rote Kreuz Berchtesgadener Land

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