Kunsteisbahn: Ende einer Ära

Schönau am Königssee - Sie ist die älteste Kunsteisbahn der Welt - die Bob-, Rodel- und Skeletonbahn am Königssee. Derzeit ähnelt sie aber mehr einer großen Baustelle.

28 Tonnen sind es, die derzeit am Königssee das "Wohnzimmer" von Rodel-Legende Georg Hackl zerstören. Die "Echowand" war eine der gefährlichsten Kurven der Bobbahnen dieser Welt. Deshalb muss die Kurve 16 der Kunsteisbahn am Königssee durch einen Umbau entschärft werden. Dafür muss aber zu allererst ein Bagger die bestehende Kurve abreissen und das soll Ende kommender Woche erledigt sein.

Von der Kurve 15 bis zum Auslauf wird die älteste Kunsteisbahn der Welt ab- und dann neugebaut. Dazu wird die Ammoniakleitung für 1,5 Millionen Euro komplett erneuert. Das sei dringend nötig gewesen, erklärte Landrat Georg Grabner. "Wir haben nur noch für diese Saison eine TÜV-Genehmigung bekommen. Ohne neue Ammoniakleitung könnten wir in der kommenden Saison keine nationalen und internationalen Wettkämpfe mehr ausrichten." Dann wäre die Bahn für den Landkreis nicht mehr leistbar.

Deshalb hat der Kreistag beschlossen, die Kunsteisbahn für 30 Millionen Euro umzubauen. Darin sind auch 3,5 Millionen Euro für eine neue Anschubbahn veranschlagt. Einen Großteil der Kosten tragen Bund und Land. Zehn Prozent muss der Landkreis selbst übernehmen.

Große Baustelle Kunsteisbahn

Laut Landrat Grabner liege man momentan unter den veranschlagten Kosten, müsse aber noch abwarten. Das muss der Betriebsleiter der Kunsteisbahn, Markus Aschauer, auch. Die Arbeiten legen zwar im Zeitplan, aber Bobbahnen werden selten gebaut und umgebaut. "Da kann durchaus etwas Unvorhergesehenes passieren."

Können ja, dürfen nein. Nicht nur die Bahn muss bis 13. Dezember - zum Trainingsstart - fertig sein. Auch ein neues Ziel- und ein Funktionshaus, sowie Technik, Beleuchtung und Straßen müssen zur Bob- und Skeleton-Weltmeisterschaft im Februar 2011 fertig sein. "wir sind sicher, dass wir das schaffen", versicherte Aschauer.

red-bgl24/cz

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