Keine Chance gegen Raab

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Sabine Wimmer (M.) und die Mädels der Jugend AG hätten sich über eine Neuauflage des „Festivals der Generationen“ im kommenden Jahr gefreut. Jetzt kommt Raab, die Jugend-Veranstaltung wurde ein Jahr nach hinten verschoben.

Berchtesgaden - Das Festival der Generationen, welches im kommenden März stattfinden sollte, wird nun abgesagt. Der Grund für die Absage:

„Auf Hochtouren liefen die Vorbereitungen für das Festival der Generationen“, sagt Berchtesgadens Jugendreferentin Sabine Wimmer. Im kommenden März sollte die zweitägige Veranstaltung, die Jung und Alt zusammenbringt, zum zweiten Mal stattfinden. „Aber jetzt kommt Stefan Raab mit seiner Wok WM nach Schönau am Königssee“, sagt Wimmer enttäuscht. „Dagegen haben wir keine Chance.“ Der Termin wurde gestrichen. Ein Ersatzdatum gibt es, aber erst ein Jahr später.

Ganz groß hätte sie werden sollen – die Generationen-Veranstaltung im Kongresshaus. Die Säle waren bereits angemietet, das Programm stand größtenteils. Geplant wurde das Festival von Jugendlichen der Jugend AG. Wie es aussieht, umsonst. „Wir haben den Termin jetzt wieder streichen lassen“, sagt Wimmer, die die Sache realistisch betrachtet: „Wenn Stefan Raab kommt, sind die Jugendlichen an der Kunsteisbahn am Königssee, nicht im Kongresshaus.“ Den Aufwand im Vorfeld sei das alles nicht wert. „Wir haben einen Ersatztermin“, sagt sie.

Keine Chance gegen Raab

Ein Jahr später. Im März 2013. Warum so spät? „Weil das Kongresshaus keinen Termin für eine Veranstaltung wie die unsrige übrig hat“. Neben Konferenzen sind es vor allem türkische Hochzeiten, die an Wochenenden im Kongresshaus stattfinden. Dafür wird der große Saal, der über 700 Personen fasst, benötigt. Das „Festival der Generationen“ sollte sich an der Premierenveranstaltung aus dem Jahr 2010 orientieren. Im Raum stand, das Motto „Berufe und Hobbys“ zu wählen, was aber später wieder verworfen wurde. „Unser Ziel war einfach, Jung und Alt zusammenzubringen und ein großes Fest auf die Beine zu stellen“, sagt Wimmer. Mit großer Modenschau, Prominenten-Quizveranstaltung, die Heimatvereine hätten sich präsentieren können. Ein kunterbuntes Programm für eine kunterbunte Zielgruppe. „Ein bisschen schade ist die Absage jetzt schon“, meint Wimmer. Aber die einzige sinnvolle Entscheidung. Auch die Jugendlichen, die aktiv in der Planung steckten, seien enttäuscht.

Trotzdem wird die Jugend AG bis 2013 nicht untätig bleiben, auch wenn das Festival erst 2013 stattfinden wird: „Dann planen wir halt für die vierte Auflage von Rock am Rathaus“, sagt Wimmer. Auch eine Jugenddisco wird es wieder geben. Und selbst an einem eigenen Online-Auftritt basteln die Jugendlichen momentan. „Wir haben viel zu tun“. Raab kann also kommen.

kp

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