Gemeinde kritisiert Vorgehen der IG

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Piding - Mit Verwunderung und Unmut reagierte die Gemeinde Piding auf die Pressemitteilung der IG Autobahnfreier Högl. Sie werfen der IG vor, dass die "Darstellungen aus dem Zusammenhang gerissen" seien.

Die eigenständige Vorgehensweise der IG, zum jetzigen Zeitpunkt über das entwickelte Leitbild der Ortsentwicklungsplanung in der Presse zu kommunizieren, stellt eine massive Missachtung des Pidinger Gemeinderates dar. Die Darstellungen und Auszüge sind aus dem Zusammenhang gerissen und haben leider auch nichts mehr mit der bis jetzt praktizierten fairen Art und Weise des Umganges der beteiligten Personen zu tun.

Die Vorgehensweise war wie folgt geplant und abgestimmt:

1. Beauftragung der Ortsentwicklungsplanung ohne Autobahndiskussion durch den Gemeinderat
2. Erarbeiten von Zielen für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde Piding in den Bereichen Wohnen, Gewerbe, Tourismus, Landwirtschaft, Wasser usw. für ein Leitbild zur Ortsentwicklungsplanung begleitet durch ein Stadtplanungsbüro.
3. Erste nichtöffentliche Vorstellung und Diskussion des Ergebnisses im Gemeinderat mit allen Workshop-Teilnehmern sowie dem Planungsbüro
4. Vorstellung des Ergebnisses in einer öffentlichen Veranstaltung mit dem Planungsbüro

Es ist somit eine Anmaßung gegenüber dem Auftraggeber des Ortsentwicklungskonzeptes (Gemeinde Piding), entgegen den getroffenen Vereinbarungen, eigenständig eine Presseerklärung abzugeben, bevor die Gemeinde das Ergebnis neutral und in vollem Umfang darstellen konnte!

Der Gemeinderat beschloss nach eingehenden Diskussionen ein neutrales und trassenunabhängiges Ortsentwicklungskonzept zu erstellen, um für die zukünftige Entwicklung der Gemeinde bessere Grundlagen zur Verfügung zu haben. Genau aus diesem Grund galt der Auftrag ein absolut neutrales und variantenunabhängiges Leitbild zu erstellen! Der Grundgedanke der Gemeinde in Sachen Neutralität zeigt sich auch in der Zusammenstellung der Workshopteilnehmer .....!

Umso größer ist nun die Enttäuschung auf Seiten der Gemeinde über das Vorgehen der IG Autobahnfreier Högl!

Leider wurde der letzte Workshop wider besseren Wissen und eindeutig lautendem Auftrag des Gemeinderates von einigen Teilnehmer dazu benutzt, doch die Autobahn- und im Detail die Trassendiskussion einzubringen. Eine offizielle Abstimmung während des Workshops zu diesem Thema hat es jedoch nicht gegeben!

Die Darstellung der IG, dass zum Ortsentwicklungskonzept unweigerlich die Trassendiskussion gehören muss, ist wie schon erwähnt im Gemeinderat mehrfach ausführlich diskutiert und dann einstimmig abgelehnt worden!

Auch die Aussage “Piding: Mehrheit für A8 mit 4+2 Fahrstreifen” ist nicht wirklich nachvollziehbar, hat doch der Pidinger Gemeinderat in seiner Sitzung vom 16.09.2009 mehrheitlich für einen 6+2 Ausbauquerschnitt abgestimmt. Darüber hinaus haben sich auch die Gremien im Autobahnplanungsdialog der Landkreise BGL, TS und Rosenheim mehrheitlich für den 6+2 Ausbauquerschnitt ausgesprochen.

Die Gemeinde hält am vereinbarten Zeitrahmen fest. Eine öffentliche Präsentation der Ergebnisse der Ortsentwicklungsplanung findet voraussichtlich nach den Ferien am 16.09.2010 statt. Auch dies wurde mit dem Gemeinderat so abgestimmt und auch jedem Workshopteilnehmer mitgeteilt.

Pressemitteilung Gemeinde Piding

Rubriklistenbild: © dpa

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