Jenner wird ausgebaut

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Schönau am Königssee - Das Trainingszentrum des Deutschen Skiverbandes im Berchtesgadener Land wird erweitert.

In einer Sitzung am Mittwoch beschlossen das Bundesinnenministerium, das bayerische Kultusministerium, der DSV und der DOSB den Jenner für 6,3 Millionen Euro auszubauen. Aus der Gemeinde Schönau am Königssee sollen dafür bis zu zwei Millionen beigesteuert werden. Das hat der Gemeinderat Ende September beschlossen. Das Bundesinnenministerium übernehme laut Berchtesgadener Anzeiger zwei Millionen Euro, das bayerische Kultusministerium 1,5 Millionen Euro. Außerdem kämen 800.000 Euro von der Regierung von Oberbayern. Konkret sollen am Krautkaserfeld eine Vierersesselbahn, eine neue Beschneiungsanlage sowie Trainingsmöglichkeiten für Skicross und Boardercross geschaffen werden.

"Für uns ist der Jenner ein geeigneter Standort", sagte DSV-Alpindirektor Wolfgang Maier BGLand24. "Wir werden Bischofswiesen aber nicht den Rücken kehren." Bisher war das Trainingszentrum des DSV einzig am Götschen angesiedelt. "Jetzt wird sich das Training verlagern", gibt Maier zu. "Aber vor allem für unseren Nachwuchs ist der Götschen ideal."

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Auch für Bischofswiesens Bürgermeister Toni Altkofer gibt es keinen Grund, daran zu zweifeln, dass der DSV in seiner Gemeinde bleibt. "Es ist nicht einmal die Hälfte der Zeit abgelaufen, die wir in einem Vertrag festgesetzt haben." Außerdem würden sich die beiden Skizentren am Götschen und am Jenner hervorragend ergänzen. "Der Jenner bietet eine Steilheit, die es am Götschen nicht gibt. Er ist schneesicherer und liegt näher am CJD-Christophorus Gymnasium. Am Götschen gibt es eine gute Infrastruktur, die Flutlichtanlage und hervorragende Trainingsmöglichkeiten für den Nachwuchs." Es gebe also keinen Grund, dass Jenner und Götschen nicht nebeneinander existieren könnten.

Der Bürgermeister von Schönau am Königssee, Stefan Kurz, erhofft sich, dass das Trainingszentrum am Jenner mit dazu beiträgt, dass "der Jenner einmal so attraktiv wird, dass im Winter zumindest kein Defizit mehr entsteht", auch durch den Verkauf von Aktien der Gemeinde. Das sagte er zumindest in der entscheidenden Gemeinderatssitzung im September.

Wann genau die Bauarbeiten am Jenner beginnen werden, ist noch nicht bekannt.

cz

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