Hüttenfest endet mit schwerem Verkehrsunfall

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Berchtesgaden - Nach einer Hüttenparty in der Ramsau bei Berchtesgaden stieg ein angetrunkener 17-jähriger auf ein nicht zugelassenes Motorrad.

Mehrere Jugendliche veranstalteten am vergangenen Mittwoch ein privates Hüttenfest. Einer von ihnen kam mit seiner 43-PS-starken Crossmaschine der Marke Honda. Der 17-Jährige hat für das Motorrad weder einen entsprechenden Führerschein, noch war die Maschine zugelassen. Um kurz nach Mitternacht und einigen Glas Bier wollten er und zwei Freunde das nicht straßentaugliche Krad auf der Alpenstraße testen. Ohne Beleuchtung fuhren sie mehrmals auf und ab.

Gegen 2 Uhr wollte ein 19-jähriger Hüttenbesucher mit seinem Auto nach Hause fahren. Dabei übersah er seine drei Freunde, die mit dem Motorrad auf der Bundesstraße standen. Er wich zwar noch nach links aus, konnte aber einen Zusammenstoß nicht mehr vermeiden. Bei dem Unfall wurde der Motorradbesitzer schwer verletzt. Nachdem der Autofahrer kurz Hilfe leistete, entfernte er sich von der Unfallstelle. Die beiden anderen ließen unterdessen das Motorrad und Helm verschwinden, um den tatsächlichen Unfallhergang zu verschleiern.

Das Unfallopfer wurde vom Sanka ins KKH Bad Reichenhall gebracht, wo eine Blutentnahme durchgeführt wurde. Der zwischenzeitlich ermittelte unfallflüchtige 19-jährige Autofahrer wurde von Beamten der Polizei Berchtesgaden schlafend in seinem Bett angetroffen. Da der Alkotest einen Wert weit über dem Erlaubten ergab, wurden bei ihm zwei Blutentnahmen angeordnet. Inwieweit noch ein Vergehen der Strafvereitelung vorliegt, muss noch geprüft werden.

An Auto und Motorrad entstand zusammen ein Schaden von ca. 4000 Euro.

red-bgl24/ir

Rubriklistenbild: © dpa

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