Hochklassige Partie, gerechtes Remis

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Thomas Markl jubelt über sein Tor zum 2:1. Foto Huber

Kolbermoor - Wenn der Fünfte der Tabelle gegen den Elften antritt, möchte man das nicht als Spitzenspiel bezeichnen.

Doch was das Publikum am Samstag auf dem Kolbermoorer Huberberg erlebte, sah einem Spitzenspiel äußerst ähnlich. Sowohl die Fußballer des SV-DJK Kolbermoor als auch die Gäste vom FC Bischofswiesen zeigten bemerkenswert hohes Bezirksliga-Level; nach 90 Minuten trennten sie sich mit einem 2:2-Remis.

Der Bischofswiesener Coach Martin Datzmann und der Kolbermoorer Spielertrainer Viktor Gruber waren sich nachher in zwei Punkten einig. Beide bestätigten nicht nur, dass das Ergebnis insgesamt gerecht war, sie lobten auch das Niveau der Partie. "In der Form, in der wir heute gespielt haben, hätten wir gegen viele Mannschaften keine Probleme gehabt. Aber Bischofswiesen war ein richtig guter Gegner", erklärte Gruber. Dabei stach die erste Halbzeit optisch weniger heraus - weniger weil die Mannschaften Sand im Getriebe hatten, sondern eher, weil sie einander häufig neutralisierten. Sebastian Parma erzielte für den FC ein Abseitstor (26.), auf der Gegenseite konnte Gäste-Keeper Stefan Köppl einen Schuss von Robert Eppler knapp am langen Eck vorbeilenken (30.). Erst als ein 0:0 zur Halbzeit sicher schien, fiel in der Nachspielzeit der erste reguläre Treffer: Christopher Kahmen zirkelte einen Freistoß von der Strafraumgrenze zum 0:1 ins Eck.

Das nahm der SV-DJK offenbar als Weckruf. Sofort nach der Pause feuerten sie einen regelrechten Sturmlauf ab. Zuerst verwandelte Robert Eppler nach Vorarbeit von Martin Jablonski und Manuel Pavlovic (48.). Später war Köppl gegen Eder noch zur Stelle (53.), doch er hatte keine Chance, als Thomas Markl aus 25 Metern halblinker Position Maß nahm und mit einem mustergültigen Schuss das 2:1 besorgte (54.).

Bischofswiesen erholte sich wiederum bald von diesem Rückschlag. Parma köpfte nach einer Flanke von Kahmen gegen den Pfosten (60.), auch bei einem eigenen Schussversuch aus 18 Metern traf Kahmen nur das Aluminium (68.). Das Heimteam verlegte sich unterdessen aufs Kontern, die beste Möglichkeit vergab Eppler bei einem Alleingang (75.). Gruber meinte: "Natürlich hätten wir nach dem 2:1 das entscheidende Tor machen müssen." Stattdessen fiel in der 80. Minute der Ausgleich. Nach einem Freistoß kam Martin Förg direkt vor Gruber zum Ball und besorgte das 2:2. "Wir hätten durch unsere zwei Pfostenschüsse schon gewinnen können, aber wir können mit dem Punkt gut leben", so lautete Datzmanns zufriedenes Resümee - überhaupt ließ diese hochklassige, spannende Partie wohl niemanden enttäuscht zurück.

SV-DJK Kolbermoor: Gruber, Stadler, Hiltl, Markl, Pavlovic (ab 87. Glas), Jablonski, Pelz, Eder, Ari, Eppler (ab 76. Linnemann), Wrzosok (ab 46. Hotter).

Schiedsrichterin: Knauer (FC Grüne Heide Ismaning).

Zuschauer: 100.

Tore: 0:1 (45.+1) Kahmen, 1:1 (48.) Eppler, 2:1 (54.) Markl, 2:2 (80.) Förg.

Gelb-Rote Karte: Eder (90.).

kh/Oberbayerisches Volksblatt

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