Hirscheckblitz legt erfolgreichen Start hin

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Beste Bedingungen beim „Hirscheckblitz“: Über 1,6 Meter misst derzeit die Schneedecke.

Ramsau - Hervorragend war der Start der Rodelbahn „Hirscheckblitz“ im Dezember trotz nicht ganz perfekter Wetterbedingungen.

„Wir sind bislang sehr zufrieden“, sagt Christian Riel, Geschäftsführer der Hochschwarzeck Bergbahn GmbH, über den „Hirscheckblitz“, die neue Naturrodelbahn in der Ramsau. Seit Ende Dezember ist die 2,3 Kilometer lange Rodelbahn geöffnet. „Über 4000 Besucher waren bereits da“, sagt Riel. Nicht immer gut waren die Wetterbedingungen. „Es hat viel geschneit, viel gestürmt“ – und trotzdem kommen die Leute aus Nah und Fern.

„Hirscheckblitz“ - erfolgreicher Start

„Der Hirscheckblitz ist eine super Sache geworden“, freut sich der Geschäftsführer, der mit dem Zusatzangebot am Hochschwarzeck ein zweites Standbein installieren möchte. Auch weiterhin setze man auf Skifahrer – entgegen so manchem Gerücht, das derzeit durch den Talkessel weht. Doch die Zeiten ändern sich. Das Skigebiet in der Ramsau ist familiengeeignet, aber in seiner Größe überschaubar. Da sei es gut, wenn man eine Alternative zum Skifahren habe, so Riel: die Naturrodelbahn. Auf knapp 400 Höhenmetern führt diese den Berg hinab. Die Rodelpartie beginnt in 1390 Meter Höhe direkt an der Bergstation der Hirscheck Sesselbahn und zieht sich kurvig den Hang entlang, dem Ziel entgegen. Dieses befindet sich in unmittelbarer Nähe der Sesselbahn auf 1000 Meter Seehöhe. Weil Wind und Wetter derzeit immer wieder für Unterbrechungen der Öffnungszeiten sorgen, ist man am Hirscheck etwas in Zugzwang geraten. „Bei besonders schneereichen Tagen präparieren wir zwei Mal“, sagt Riel.

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In der Regel fährt die Pistenraupe nur einmal, am Abend, um die Bahn herzurichten. Die Nacht über festigt sich dann der Untergrund, sodass am Folgetag die Bedingungen optimal sind. Probleme haben die Betreiber immer wieder mit Nachtfahrern, die sich außerhalb der Sperrzeiten von 17.00 bis 8.00 Uhr auf der Bahn bewegen. „Die fahren dann mit der Stirnlampe hinunter.“ Allerdings sei die Gefahr groß: „Wenn dem Rodler eine Pistenraupe entgegenkommt, wird es gefährlich.“ Rigoros durchgreifen wolle man bei denen, die man beim Nachtfahren erwische, so Riel. Zum einen, damit die präparierte Piste keine Schäden mit sich trägt, zum anderen, damit die Akzeptanz der Sperrzeiten erhalten bleibt. Außerdem müsse auch das Rauhfußhuhn, das am Hochschwarzeck seinen Lebensraum hat, zur Ruhe kommen. Eine anvisierte Zielgruppe gibt es laut Riel nicht: Natürlich wünsche man sich, dass die Einheimischen die Bahn aktiv hinunterfahren. Aber auch Touristen und Besucher von außerhalb sind gern und oft gesehen. „Österreicher kommen sehr viele“, weiß Riel. Ebenso Familien – „vom Kleinkind bis zum Senior“, sagt er. Dass die Strecke zu schwer sei, halte er für ein Gerücht. Trotzdem: Einen gewissen Anspruch sollte man schon stellen, das Gefälle fordere den Fahrer. „Das Problem ist, dass viele aber gar nicht rodeln können und sich mit dem Gefährt zu wenig auseinandersetzen.“ Denn: Der Rodelsport als solcher sei gefährlich und fordert die Eigenverantwortung des Einzelnen. Man tut alles, was möglich ist: Der „Hirscheckblitz“ ist, was die Sicherheitsvorkehrungen anbelangt, auf dem aktuellsten Stand. Jede Kurve, jede Kehre ist mit Schildern und Nummern gekennzeichnet, hinzukommen Ausweichräume, überschaubare Buchten am Pistenrand. Abhilfe in Sachen Sportgerät-Unwissen schafft die Verleihstation an der Bahn.

Über 150 Schlitten gibt es dort. Im Trend liegt der Zipfelbob. „Den gibt es zwischenzeitlich auch für Erwachsene“, weiß Riel. Größer, breiter, besser. „Die gehen unverschämt gut, vor allem, wenn der Untergrund weich ist.“ Auch der Absatz im Tal sei durch die Einführung angekurbelt worden. Was den Geschäftsführer vor allem freut: „Wir haben eine Bahn, auf der das Fahren nicht langweilig wird.“ Deshalb ist Riel umso erfreuter, dass die Schlittenfahrer wiederkommen. Um ein zweites oder drittes Mal zu fahren. An so manchem Tag zählen die Verantwortlichen derzeit schon mehr Schlitten- als Skifahrer. Dass Besucher noch lange Zeit Spaß am Hochschwarzeck haben, da ist sich Christian Riel auch sicher: Messungen haben ergeben, dass momentan über 1,6 Meter Schnee auf der Piste liegen. „Wenn alles gutgeht, fahren wir auch noch an Ostern“, sagt er und lacht.

kp

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