Was für Hirsche schauen uns beim Fressen zu?

Ramsau - Mittagessen! Heißt es jeden Tag zwischen 13.30 und 14 Uhr für das Rotwild im Nationalpark Berchtesgaden.

Zu fressen gibt es Silage, Zuckerrüben und Heu.

Auf einem 45 Hektar großen Stück Land im Nationalpark Berchtesgaden befinden sich derzeit rund 65 Stück Rotwild. Die Kühe, Hirsche und Kälber kommen im Winter von alleine ins Klausbachtal, da sie dort problemlos über den Winter kommen. Sobald die Ranger der Meinung sind, dass alles Rotwild im Wildfütterungsgehege ist, werden die Tore geschlossen und der Winterurlaub mit Vollpension beginnt.

Das Ganze wird nicht veranstaltet, um den Gästen eine weitere Attraktionen zu bieten. Das Rotwild ist ein Zugtier und würde eigentlich im Winter in den Auwald abwandern. Da das aber im Berchtesgadener Land nicht möglich ist, gibt es die Wildfütterung. Sobald es Frühling wird, werden die 25 Tore geöffnet und das Rotwild zieht sich wieder in die freie Natur zurück.

Wildfütterung im Nationalpark Berchtesgaden

"Wir versuchen das Rotwild so natürlich wie möglich über den Winter zu bringen", erklärt Nationalparkranger Wolfgang Fegg im Bgland24-Interview. Er und seine Kollegen wechseln sich bei der täglichen Fütterung ab. Während der Jäger füttert ist ihre Aufgabe, den Besuchern Rede und Antwort zu stehen. Gleichzeitig achten sie aber auch darauf, dass keiner in das Gehege geht oder die Tiere füttert.

Das Miteinander von Mensch und Tier im Klausbachtal ist für beide Seiten deshalb kein Problem. "Das Rotwild wird wahrscheinlich im Gehege stehen und sich fragen, was ihm da draußen für Hirsche beim Fressen zuschauen", lacht Fegg. "Der Mensch weiß, dass der Zaun die Grenze ist und die Tiere wissen, dass keiner näher an sie ran kommt."

Die Wildfütterung im Klausbachtal ist also immer einen Ausflug wert und Mittwoch, Donnerstag, Samstag und Sonntag können die Besucher sogar eine Kutschfahrt dorthin machen.

red-bgl24/cz

Mehr zur Wildfütterung im Klausbachtal finden Sie hier.

Rubriklistenbild: © cz

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