Tagesfahrt: "Heimat kennenlernen"

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Reisegruppe der Seniorenunion vor dem Michaelsbrunnen im Hof der Benediktinerabtei Michaelbeuern

Berchtesgaden/Salzburg - "Heimat kennenlernen" war das Motto für eine Gruppe der CSU-Seniorenunion Berchtesgaden auf dem Weg ins Salzburger Land.

Kultur und Historie bestimmten die Reiseziele. Auch das zunächst trübe und regnerische Wetter konnte der „Entdeckerfreude“ keinen Abbruch tun. Nach kurzer Fahrt erreichte man die erste, vielen unbekannte, Sehenswürdigkeit, die ehemalige Pfarrhofkapelle „Zum guten Hirten“ in Obertrum am See. Aus Holz errichtet wurde sie im Jahre 1721 vom Mattseer Dechanten J.B. Ölperl als Teil seiner privaten Einsiedelei und darin das Bild vom „Guten Hirten“ aufgestellt, eine Stiftung des Propstes von Mattsee. Um die Messlizenz zu erhalten, musste die alte Kapelle im Jahre 1747 abgerissen und neu aus Mauerwerk aufgebaut werden, die Weihe erfolgte 1748 durch den Passauer Fürstbischof und Kardinal Graf Lamberg. In den Jahren 1986-1988 war eine Generalsanierung erforderlich. Die „Einsiedelei“ blieb erhalten.

Der kundige Führer erläuterte die aufwendige Ausstattung des Innenraums der Kapelle, wies auf den Marmoraltar mit dem 1712 gemalten Altarbild des “Guten Hirten“ hin und zeigte den Weg durch die hölzerne Einsiedelei, die durch eingefügte kleine Emporen in drei Geschoße unterteilt ist. Wände und Decken sind mit Seccomalereien eines unbekannten Künstlers aus der Erbauungszeit bedeckt. Das original erhaltene Orgelpositiv gab Gelegenheit, den Klang mit einem Kirchenlied zu erproben. Nur nach mehrfachen Ermahnungen konnten sich die Besucher von dem kulturellen Kleinod trennen.

Die weitere Fahrt führte zum zweiten „Höhepunkt“ der Reise, der Benediktinerabtei Michaelbeuern. Dort konnten sich die „Ausflügler“ in der Stiftskellnerei mit einem opulenten Mittagsmahl stärken, bevor die Führung begann.

Die im Jahre 736 gegründete Abtei beherbergt viele - vor allem religiöse - Kunstschätze. Besichtigt wurden das mittelalterliche Refektorium, der Kreuzgang, die Abteikirche mit dem eindrucksvollen Rottmayr-Guggenbichler-Altar, Marien - und Chorkapelle, Sommerchor und Bibliothek sowie der Abteisaal mit seinen prächtigen Fresken. Auch die Sonderausstellung 2011 (Motto: „Rund um den Tisch-Ausdruck der Gemeinschaft-Tischkultur von anno dazumal“) fand großes Interesse bei den Reiseteilnehmern. Das Kloster beherbergt auch eine private Hauptschule, die ebenfalls besichtigt werden konnte.

Nach einem Gruppenfoto vor dem Michaelsbrunnen im Klosterhof trat man die Heimreise an, eine zünftige Brotzeit beim Wirt in Obertrum beschloss die Tagesfahrt.

Pressebericht Dr. Rüdiger Wohnert

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