Gute Zahlen bei der Marktgemeinschaft Berchtesgaden

Der Vorsitzende Berni Zauner stellte das Konzept der Marktgemeinschaft Berchtesgaden für das Jahr 2011 vor.

Berchtesgaden – Zur diesjährigen Mitgliederversammlung hat sich die Marktgemeinschaft Berchtesgaden am Campingplatz Allweglehen getroffen, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken und das Konzept für das Jahr 2011 vorzustellen.

Der Campingplatz Allweglehen sei ein „bedeutsames Unternehmen“, so Berni Zauner, Vorsitzender der Marktgemeinschaft Berchtesgaden. Über 30.000 Übernachtungen würden hier pro Jahr generiert. Zwischenzeitlich zähle man 99 Mitglieder innerhalb der Gemeinschaft, „so viele wie noch nie“.

Auch wenn man insgesamt auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken könne, seien bestimmte Dinge weniger erfolgreich gelaufen, etwa die gescheiterte Umsetzung des „Balles der Marktgemeinschaft“. Mangels Karten-Vorbestellungen war der Ball abgesagt worden, um ein finanzielles Desaster bei einem Etat von 29.000 Euro im Vorfeld abzuwenden.

Berni Zauner blickte zunächst auf die Feierlichkeiten zum Jubiläum „Berchtesgaden 200 Jahre bayerisch“ zurück, die erfolgreich über die Bühne gegangen waren. „Fünf Gemeinden haben bei uns im Marktzentrum zusammen gefeiert – eine tolle Geschichte“, sei das gewesen, ein „attraktiver Umzug“, viele Leute haben sich beteiligt. Für gewöhnlich sei Berchtesgaden nicht so einfach zu begeistern. Die „Außenwirkung“ sei hervorragend gewesen. Besonders die abendliche Illumination des Marktes am Jubiläumssonntag „war ein großer Erfolg“. Warum es dann aber zwei Geschäfte nicht schafften, das Licht abzustellen, sei fraglich.

Er stellte die Frage in den Raum, warum noch nicht alle im Markt ansässigen Geschäftsleute Mitglieder der Marktgemeinschaft seien: „Wir nehmen viel Geld in die Hand und betreiben großen Aufwand. Da versteht keiner, warum noch nicht alle bei uns dabei sind“, so sein indirekter Appell.

Der Veranstaltungskalender für das Jahr 2011 unterscheide sich nur unwesentlich von dem des aktuellen Jahres. Erneut ist der Ganghofersonntag im Mai geplant, neu hinzugekommen ist das Maibaumaufstellen, das von der Marktgemeinschaft begleitet werde. Darüber hinaus können Besucher des Marktes eine Wiederholung des Radltruhrennens erwarten, musikalische Montagabende bei sommerlichen Temperaturen, ein Marktfest, den Kraxnsonntag, diverse Weihnachtsaktionen. Nicht mehr von der Marktgemeinschaft mitfinanziert wird die Aktion in der Königsseerstraße während des Kramperllaufens, dafür beteiligt man sich an einem großen Rahmenprogramm, das im Februar nächsten Jahres anlässlich der Bob-Weltmeisterschaft im Markt stattfinden werde.

Die Gesamtkosten aller stattgefundenen Veranstaltungen in 2010 belaufen sich auf 23.512 Euro, so Zauner. Die Gesamtausgaben der Marktgemeinschaft Berchtesgaden hingegen auf 35.522 Euro bei Mitgliedsbeiträgen von 37.716 Euro. Zauner kündigte an, dass der Mitgliedsbeitrag „etwas höher angesetzt werde“. Wenig Verständnis zeigte er angesichts der Tatsache, dass sich auch Nicht-Mitglieder an Aktionen der Marktgemeinschaft beteiligten und gleichzeitig davon profitierten. „Es ist nicht ganz verständlich, warum einige Geschäftsleute nicht dazu bereit sind, einen kleinen Obolus zu entrichten“. Es könne nicht angehen, dass man während dieser Aktionstage dann ebenfalls sein Geschäft öffne und absahne. „Wir werden den Herrschaften nächstes Jahr eine Rechnung stellen“, so sein Ausblick für 2011.

Ein gutes Image der Marktgemeinschaft könne nur durch gemeinsames Tun erreicht werden: überregionale Werbung, Radiointerviews, diverse Aktionen, gemeinschaftliche Prospekte, in die nun wieder investiert worden sei, „viel Geld“, allerdings zahle sich dies auf Dauer aus. Zur Absage des „Balles der Marktgemeinschaft“ wollte Zauner nicht viele Worte verlieren. „Die Idee war sehr schön“, lobt er, jedoch sei man kurz vor dem Termin in Zugzwang geraten. „Wir hatten zu wenige Anmeldungen und hätten deutlich draufgezahlt“. Selbstkritik, warum die Umsetzung schief lief, bringe nun nichts mehr. Allerdings wäre diese angebracht, denn, so Zauner: „Bei neuer Gelegenheit könnten wir die Idee nochmals aufleben lassen“.

Dann zwar ohne den zweiten Vorsitzenden Stefan Schlagbauer, der seine Stimme dafür nicht mehr hergeben wollte, wie er im Vorfeld erklärt hatte. In Bad Reichenhall habe der Lions Club bewiesen, dass es möglich ist, einen großen Ball auf die Beine zu stellen. Dem Ereignis nachtrauern sollte nun aber keines der Mitglieder: „Es ist jetzt eben so“, so das nüchterne Fazit des Vorsitzenden. Das nächste Chefseminar für Mitglieder der Marktgemeinschaft werde – wie in diesem Jahr – in Großarl stattfinden. Nach längerem Hin und Her entschied man sich unter den Mitgliedern dafür, Extremsportler Joey Kelly von der Kelly Family einzuladen, der als Referent „viel zu berichten weiß“.

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