Gschoßmann: "Entscheidung trifft Landratsamt"

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Dieses Wasser soll bald der Stromgewinnung dienen. Nicht alle Ramsauer sind davon überzeugt.

Ramsau - In Sachen Wasserkraftwerk am Hintersee ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Die Entscheidung trifft das Landratsamt.

Bis Montag hatten die Gegner eines geplanten Wasserkraftwerks am Hintersee die Möglichkeit, Einspruch gegen die Pläne einzulegen. Jetzt ist das Landratsamt als Genehmigungsbehörde am Zug.

Am Eingang zum Zauberwald soll ein Fallrohr installiert und eine 70 Meter lange Druckleitung zu einem zehn Quadratmeter großen Turbinenhaus verlegt werden. Die größte Befürchtung der Gegner ist, dass der Pegel des Hintersees dadurch fällt.

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"Der Gemeinderat hat mit einer Gegenstimme beschlossen, dass dieses Wasserkraftwerk dann gebaut werden kann, wenn der Pegel eben nicht verändert wird und sich die Anlage in das Landschaftsbild einfügt", versucht Bürgermeister Herbert Gschoßmann zu beruhigen. Er weiß natürlich, dass letzteres eine dehnbarer Begriff ist. "Wir werden aber peinlichst darauf achten, dass diese Punkte erfüllt werden", beteuert er im BGLand24-Interview.

Für Gschoßmann sind die Widerstände aus der Bevölkerung eine logische Entwicklung und auch einige Argumente der Initiative kann er verstehen. Dennoch sei die Genehmigungsbehörde das Landratsamt. "Ich rechne im ersten Quartal dieses Jahres mit einem Erörterungstermin, bei dem die schriftlich eingereichten Einwände der Bürger entweder entkräftet oder bestätigt werden", so der Bürgermeister. Erst dann wisse man, was am Hintersee passiere. "Ich könnte auch damit leben, wenn das Wasserkraftwerk nicht kommt", greift Gschoßmann bereits voraus.

cz

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