Großeinsatz nach Felssturz

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Hier ereignete sich der Felssturz.

Schönau am Königssee – Durch einen großen Felssturz ist am Sonntagmittag der Weg zwischen Funtensee und St. Bartholomä in Ufernähe auf einer Länge von etwa 100 Metern verschüttet worden; verletzt wurde niemand.

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Bergwacht, BRK-Wasserwacht, Königssee-Schifffahrt, Nationalparkverwaltung und zwei Hubschrauber-Besatzungen waren im Einsatz, um eventuell Verschüttete zu suchen und zu bergen. Allein die BRK-Wasserwacht musste mit ihrem Rettungsboot im Pendelverkehr über hundert Wanderer bis zum Eisbach bringen, die wegen des gesperrten Weges nicht mehr weiter konnten.

Felssturz am Königssee

Ein Bootsführer hatte zur Mittagszeit in einer Felswand zwischen St. Bartholomä und dem Schrainbachfall einen größeren Felssturz beobachtet. Da unterhalb der Felswand ein Wanderweg führt, informierte er sofort die Polizei Berchtesgaden, die gegen 12.45 Uhr vorsorglich über die Leitstelle Traunstein Bergwacht, BRK-Wasserwacht und den Rettungshubschrauber „Christoph 14“ anforderte, da nicht klar war, ob Wanderer verschüttet wurden. Die Polizeieinsatzzentrale schickte zusätzlich einen Polizeihubschrauber und einen Bootsführer und einen Bergführer der Polizeiinspektion Berchtesgaden zum Einsatzort.

Vor Ort stellten die Retter fest, dass der Weg zwischen Funtensee und St. Bartholomä in Ufernähe auf einer Länge von etwa 100 Metern verschüttet worden ist. Verletzte Wanderer konnten nicht entdeckt werden. Zwei Suchhundeteams der Bergwacht und ein Lawinenhund aus Salzburg, der mit seinem Herrchen zufällig am Königssee unterwegs war, suchten den Bereich intensiv ab, konnten aber keine eventuell Vermissten finden. Oberhalb des Weges befanden sich noch ungesicherte Felsbrocken und Bäume, weshalb die Einsatzkräfte den Pfad absperren mussten.

Die Helfer errichteten ein Seilgeländer, über das die Betroffenen bis zum Seeufer absteigen konnten, wo ein Ponton der Schifffahrt als Sammel- und provisorische Landungsstelle lag. Von dort wurden die noch ankommenden Wanderer mit Booten abgeholt. Allein die BRK-Wasserwacht musste mit ihrem Rettungsboot im Pendelverkehr über hundert Wanderer am verschütteten Abschnitt vorbei bis zum Eisbach bringen, die wegen des gesperrten Weges nicht mehr weiter konnten. Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte waren über fünf Stunden lang gefordert. Alle Wanderer wurden von Berg- und Wasserwacht registriert.

ml (BRK-BGL)

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