Grippeimpfung schützt vor schweren Komplikationen

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Der aktuelle Impfstoff für 2010.

Berchtesgadener Land - Vor allem ältere Menschen und Patienten mit chronischen Atemwegsleiden sollten jetzt an die Grippeimpfung denken.

Immerhin gehen jedes Jahr rund 25.000 Krankenhauseinweisungen in Deutschland auf das Konto der Virusgrippe, und bis zu 8000 Menschen sterben sogar an der Infektion. „Zwar sollte niemand von der Impfung eine absolute Gesundheitsgarantie erwarten“, so Dr. Gerd Schauerte vom CJD Asthmazentrum Berchtesgaden, „doch gerade für ältere oder chronisch atemwegskranke Menschen ist sie ein wichtiger Schutz“.

Die echte, durch Influenza- Viren verursachte Grippe ist wesentlich gefährlicher als ein einfacher Infekt. Besonders für Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen, wie Asthma bronchiale, mit Diabetes oder anderen schweren chronischen Erkrankungen besteht Gefahr. „Bei chronisch Kranken kann eine Grippe ernste Folgen haben“, warnt Dr. Schauerte: „Die ständige Impfkommission am Robert-Koch-Institut empfiehlt deshalb die Impfung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen mit chronischen Krankheiten der Atmungsorgane“.

Der Grippeimpfstoff wird jährlich an die ständig mutierenden Viren angepasst. In 83 Ländern werden dazu Proben gesammelt. Auf dieser Basis gibt die Welt-Gesundheits-Organisation WHO ihre Empfehlung für die Impfstoff­zusammensetzung. Vertragen wird die Impfung in der Regel recht gut. Echte Hühnereiweiß-Allergiker sollten allerdings darauf verzichten. „Ein Hauttest auf Hühnereiweiß ist dabei nicht ausschlaggebend“, erklärt der Allergologe Dr. Schauerte, „entscheidend ist eine allergische Reaktion z.B. beim Essen von Eiern. Wer die zeigt, sollte die Impfung nicht machen“. Wichtig ist es in jedem Falle, rechtzeitig zum Arzt zu gehen – am besten jetzt zu Beginn des Herbstes.

Pressemitteilung CJD Asthmazentrum Berchtesgaden

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