"Girlsday": Im Dirndlgwand zum Isarstrand

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Berchtesgaden - Drei junge Damen aus dem Berchtesgadener Land waren jetzt am "Girlsday" zu Besuch bei  Ministerpräsident Horst Seehofer.

Für Maria Gebhardt aus Berchtesgaden/Oberau, Anna-Lena Springl aus Marktschellenberg und Sophie Maltan aus Ramsau bleibt der "Girlsday 2010" in besonderer Erinnerung: So schnell wird sich ein Frühstück mit dem bayerischen Ministerpräsidenten und zahlreichen oberbayerischen Abgeordneten kaum wiederholen lassen.

Aber auch die drei jungen Damen hatten einen starken Auftritt: Mit ihren feschen Girlsgarments (Dirndlgwand) legten sie nicht nur ein Bekenntnis zu ihrer Herkunft ab, sondern konnten sich auch höchster Beachtung erfreuen. Auf Einladung von Stimmkreisabgeordnetem Roland Richter verschafften sich die Botschafterinnen des Berchtesgadener Landes anschließend einen umfassenden Eindruck von den Abläufen im Bayerischen Landtag. Die gemeinsame Fahrt nach München nutze Richter für eine erste Einführung in Rechte und Pflichten eines Abgeordneten - und das schon ab 6 Uhr, wie eine Teilnehmerin so begeistert wie erschöpft erzählt.

Vor dem Ministerpräsidenten-Frühstück lag ein Rundgang durch die noch leeren Flure und den Plenarsaal, nachher klärte ein Film über Arbeitsweise und Verhältnisse im bayerischen Parlament auf. Insgesamt rund 130 junge Damen wurden auch vom Vorsitzenden der CSU-Faktion im Bayerischen Landtag, Georg Schmidt, begrüßt, bevor sie sich in Arbeitsgruppen mit den unterschiedlichsten Politikthemen beschäftigten. Die Palette reichte von den Bereichen Umwelt, Bildung, Arbeit, Staat und Gesellschaft über Wirtschaft bis hin zur Landwirtschaft. Maria, Anna-Lena und Sophie kommen alle von Bauernhöfen, so dass das Thema "Landwirtschaft von morgen" fast auf der Hand lag. Zusammen mit zwei Girls vom Tegernsee lieferten sie dazu "einen sensationellen Beitrag" ab, wie ein Abgeordneter begeistert bemerkte. Inhalt ihres Beitrages war die Wertschätzung der Bayerischen Landwirtschaft und deren Produkte, die Themen "Fairer Preis" oder "Urlaub in Bayern".

Die Gruppenarbeit wurde zwischendurch von Mittagessen und einem kurzen Besuch der Plenarsitzung im Landtag unterbrochen und anschließend im Senatssaal präsentiert. Weil so viel politische Arbeit Stärkung braucht, ging die abschließende detaillierte Erklärung der noch offenen Fragen mit einem spontanen Abendessen im Abgeordneten Büro einher. Richter erklärte die Aufgaben der Mitarbeiter, die Technik, die Regeln der Abläufe und die Vielzahl der Fragen und Wünsche, mit denen ein Abgeordneter konfrontiert wird. Ein Punkt erschien den jungen Damen besonders interessant: Es gibt zwei Sorten von Abgeordneten.

Direkt gewählte wie Roland Richter, die man Stimmkreisabgeordnete nennt und die ihr Mandat direkt vom Bürger erhalten und Abgeordnete, die über die Listen ihrer Partei in den Bayerischen Landtag einziehen. Dass trotz frühem Beginn und spätem Ende die Girls im Dirndlgwand begeistert waren, zeigen auch die Reaktionen der Eltern: Sie berichten mit herzlichen Dank an MdL Richter von der Begeisterung ihrer jungen Damen über diesen Tag: Nicht nur das Frühstück mit dem Ministerpräsidenten wird ihnen unvergessen bleiben. Vor allem hat die Politik reale Gestalt angenommen: "Jetzt wissen wir, wie wichtig Mitarbeit und Engagement ist" so die drei einstimmig. Nicht nur der Stimmkreisabgeordnete hat in Zukunft drei aufmerksame Beobachter mehr. re

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