Gesprächsrunde bei den Freien Wählern

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Von links: Stefan Weber (1. Vorsitzender Freie Wähler Gemeinschaft Berchtesgadener Land), Richard Lenz (Gemeinderat, 2. Vorstand FWG Schönau am Königssee), Eva Gottstein (Landtagsabgeordnete, Freie Wähler), Christine Degenhart (Bezirkstagsabgeordnete, Freie Wähler), Franz Halmich (1. Bürgermeister Marktschellenberg, FWG Marktschellenberg), Kaspar Stangassinger (Gemeinderat, FWG Bischofswiesen), Michael Koller (Gemeinderat, 1. Vorstand Parteilose Gruppe Berchtesgaden)

Berchtesgaden - Große Freude herrschte bei den Freien Wählern. Der Grund: Eva Gottstein, Mitglied des bayerischen Landtages, und Berzirksrätin Christine Degenhart waren zu Besuch.

Beide folgten der Einladung durch die Parteilose Gruppe Berchtesgaden und berichteten von ihren umfangreichen Arbeiten in den verschiedensten Ausschüssen und Tätigkeitsbereichen. Den Anwesenden war es wichtig, Fragen zu aktuellen Themen und speziell unsere Heimat betreffend an den Mann bzw. an die Frauen zu bringen. In den fünf Gemeinden ist das Thema Jugendarbeit aktueller denn je. Für Michael Koller (PLG) ist klar, wenn offene Jugendarbeit erfolgreich sein will, benötigt man ein überzeugendes pädagogisches Konzept, Fachpersonal und ein gemeindeübergreifendes Miteinander. Frau Gottstein, deren Fachwissen man selbstverständlich nutzte gab hilfreiche Tipps zum Thema Jugendarbeit und bot ihre Zusammenarbeit an. Die aus Eichstätt stammende Realschullehrerin ist seit 2008 Mitglied des Bayerischen Landtages und stellvertretende Fraktionsvorsitzende, bildungspolitische Sprecherin, Sprecherin für Kinderbelange im Vorschulalter und stellvertretende Vorsitzende der Kinderkommission des Bayerischen Landtages sowie Mitglied des Ausschusses für Bildung, Jugend und Sport. Unzufrieden zeigten sich die Gemeindepolitiker mit der in Bayern gängigen Praxis die Bürger an Straßensanierungen finanziell zu beteiligen. Die Straßenausbaubeitragssatzung muss modifiziert werden – darin war man sich schnell einig. SPD regierte Bundesländer machen dies vor, es ist also möglich.

Ziel muss es sein, mehr Gerechtigkeit zu schaffen und nicht den Bürger einfach zur Kasse bitten. Frau Gottstein bot ihre Unterstützung an und sah als möglichen Weg eine Petition an den Landtag. Der unzureichende Informationsfluss zum Ausbau der Autobahn A8 sowie die Überflugproblematik im Zusammenhang mit dem Salzburger Flughafen waren Stefan Weber, dem Kreisvorsitzenden der FWG Berchtesgadener Land, ein großes Anliegen. Franz Halmich, Bürgermeister von Marktschellenberg, thematisierte das Problem mit der österreichischen Vignettenpflicht für kurze Autobahnteilstücke in Grenzregionen. Für Eva Gottstein war es selbstverständlich für angeführte Problematiken eine Info-Veranstaltung mit Thorsten Glauber, dem verkehrspolitischen Sprecher der Freien Wähler, durchzuführen. Der Ortverband Bischofswiesen gehört als einzigster der fünf Ortsverbände schon seit längerem dem Landesverband der Freien Wähler Bayern an und so konnte Kaspar Stangassinger aus Bischofswiesen von der guten Zusammenarbeit mit Hubert Aiwanger, dem Fraktionsvorsitzenden der Freien Wähler im Bayerischen Landtag, berichten. Aiwanger konnte zum Thema „Wolf in Bayern“ kurzfristig Auskunft erteilen und Unterstützung für die Bauern im Landkreis zusagen.

Über solch unkomplizierte und direkte Hilfe zeigte sich Stangassinger sehr erfreut. Von der dritten kommunalen Ebene in Bayern, dem Bezirkstag, berichtete Christine Degenhart. Die Hauptaufgaben des Bezirkstages liegen bei den Themen Gesundheit, Bildung und Ausbildung, Kultur sowie Heimatpflege und Umwelt. Die Bezirksrätin stammt aus Rosenheim und ist selbständige Architektin. Bei der bayerischen Architektenkammer ist sie Sprecherin der Beratungsstelle für Barriere freies Bauen. Im Bezirkstag Oberbayern ist sie Mitglied im Werkausschuss für das Kultur- und Bildungszentrum Kloster Seeon, Mitglied im Ausschuss für Kultur, Schulen und Museen, Mitglied in der AG-Bau, Mitberichterstatterin für Natur- und Landschaftsschutz sowie Erholungsflächen und Mitglied im Fachausschuss für Kultur- und Jugendarbeit im Verband der bayerischen Bezirke.

Nach einer ausgiebigen und äußerst konstruktiven Gesprächsrunde bedankte sich Michael Koller im Namen aller Anwesenden bei den beiden Abgeordneten für den offenen Meinungsaustausch und stellte fest, dass die beiden Frauen eine Reihe von Aufträgen mit in die Landeshauptstadt nehmen.

Pressemitteilung PLG-Berchtesgaden

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