Zugfahren mit der SPD

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Dialog im Zug (von links nach rechts): Franz Sicklinger (Vorsitzender SPD Bayerisch Gmain), Roman Niederberger (SPD-Kreisvorsitzender und Landtagskandidat), Michael Behringer (Vorsitzender Verkehrsforum BGL), Herbert Hofmann (Schriftführer Verkehrsforum BGL).

Berchtesgaden/Freilassing - Das Verkehrsforum traf sich jetzt mit einigen Mitgliedern der SPD zum Zugfahren im Berchtesgadener Land. Was dabei besprochen wurde:

Nicht nur über die öffentlichen Verkehrsmittel in der Region reden, sondern sie gemeinsam testen: das war die Idee eines Treffens des Verkehrsforums Berchtesgadener Land mit Mitgliedern des SPD-Kreisvorstandes. Der Vorsitzende des Verkehrsforums Michael Behringer und sein Vorstandskollege Herbert Hofmann wurden auf der Zugfahrt von Berchtesgaden nach Freilassing begleitet vom SPD-Kreisvorsitzenden und Landtagskandidaten Roman Niederberger, dem SPD-Geschäftsführer Günter Wolf und Franz Sicklinger, dem Vorsitzenden der SPD Bayerisch Gmain. Bei zentralen Forderungen zeigten sich die Sozialdemokraten einig mit den Forumsvertretern: Verlängerung der Bahnlinie in Berchtesgaden, zusätzliche Haltepunkte, schnellere Fahrtzeiten und Verdichtung des Fahrplans zwischen Freilassing und Fridolfing.

Den Start der Fahrt in Berchtesgaden nutzten die Teilnehmer, um den Zustand des dortigen Bahnhofs kritisch in Augenschein zu nehmen. „Wir mussten lange um Verbesserungen in Berchtesgaden streiten, aber jetzt gibt es beispielsweise mit dem vorgesehenen Neubau der Bahnhofstoiletten erste Fortschritte“, so Michael Behringer. Die Forderung von Roman Niederberger nach einer Verlängerung der Bahnstrecke bis zur Watzmanntherme unterstützten und erweiterten die Mitglieder des Verkehrsforums: sinnvoll sei ein Ausbau mindestens bis zum Gymnasium. Die Entlastung von Pkw- und Busverkehr bringt sofort eine Erleichterung für die Bevölkerung in Berchtesgaden, zeigte sich Herbert Hofmann überzeugt.

Pünktlich um 15.20 Uhr rollte danach der Zug der BerchtesgadenerLandBahn Richtung Freilassing los. Unterwegs wies Michael Behringer immer wieder auf die Langsamfahrstrecken hin, die erst beseitigt werden müssen, um zusätzliche Haltestellen zu realisieren. Als dringend erforderlich sahen SPDler und die Vertreter des Verkehrsforums vor allem zusätzliche Halte in Bischofswiesen-Winkl, Bad Reichenhall-Mitte und Freilassing-Hofham. „Wir müssen die Angebote des öffentlichen Verkehrs zu möglichst vielen Menschen bringen, um eine echte Alternative zum Auto zu bieten“, fasste Günter Wolf die Diskussion dazu im Zug zusammen.

Franz Sicklinger erinnerte an den Vorstoß des SPD-Ortsvereins Bayerisch Gmain für Verbesserungen am Bahnhof seiner Gemeinde. Derzeit drohten diese zwar zwischen den einzelnen Zuständigkeiten zu versanden, aber man bleibe auf alle Fälle am Ball, kündigte der Ortsvereinsvorsitzende an. 

In Freilassing angekommen beschäftigten sich die Teilnehmer der Bahntour ausführlich mit den heiß diskutierten Umbaumaßnahmen, die mit der Errichtung des dritten Gleises Richtung Salzburg einhergehen sollen. Nicht nur Barrierefreiheit und die leichte Erreichbarkeit der Busverbindungen wurden angesprochen, wozu Michael Behringer treffend anmerkte: „Die derzeitige Situation ist nicht nur für Menschen mit Behinderung eine Zumutung, sondern für alle Bahnfahrer!“. Auch eine möglichst effiziente Gestaltung der Schienenplanung, um Verspätungen auch im Regionalverkehr zu vermeiden, wurde diskutiert. „Der Stundentakt ist zumindest bis Fridolfing technisch sofort machbar, auch neue Haltepunkte sind auf dieser Strecke möglich“, erinnerten die Mitglieder des Verkehrsforums an eine Forderung ihres Verbandes. Zumindest stündliche Verbindungen Richtung Laufen würden die Bahnstrecke wesentlich attraktiver machen, waren sie sich mit den Sozialdemokraten einig, die dazu einen erneuten politischen Vorstoß unternehmen wollen.

Während die Fahrt von Berchtesgaden nach Freilassing reibungslos verlief, nutzen die Teilnehmer die viertelstündige Verspätung beim Rückweg nach Berchtesgaden, um noch gemeinsam die Jahrzehnte alte Forderung nach einem Ausbau der Bahnstrecke Richtung Mühldorf zu erneuern. „Investitionen in die Schiene kosten Geld, aber nichts kommt auf Dauer teurer als ein ´Weiter so´ in der Verkehrspolitik“, lautete das gemeinsame Fazit zum Abschluss des Dialogs im Zug.

Pressemitteilung SPD/Kreisverband Berchtesgadener Land

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