Gemeinsam für das Rotwild

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+

Berchtesgadener Land/Chiemgau - In einer gemeinsamen Initiative versuchen die Bayerischen Staatsforsten zusammen mit den Jagdpächtern den Rotwildbestand am Sulzberg und am Teisenberg zu verbessern.

Insbesondere durch eine freiwillige Zurückhaltung beim Abschuss und mit Hilfe eines abgestimmten Fütterungskonzepts soll dem Rotwild in den Flyschvorbergen geholfen werden.

Alle Beteiligten waren mit dem Leiter des Forstbetriebs Ruhpolding, Paul Höglmüller, einig, „dass in diesem Raum der Rotwildbestand wieder etwas zunehmen kann, ohne dass die Wildschäden problematisch steigen, wenn bei der Jagd auf Rehwild nicht nachgelassen wird“. Der Leiter der Hochwildhegegemeinschaft Chiemgau Ost, Hans von Mallinckrodt, freute sich mit den Worten: „solch positive Vereinbarungen zum Wohle des Rotwildes gab es seit vielen Jahren nicht mehr.“

Am Sulzberg kamen die Forstbetriebe Ruhpolding und Berchtesgaden sowie die Gemeindejagdreviere Siegsdorf, Vogling, Hammer, Ruhpolding rechts der Traun und Inzell zusammen. Konkret wurde am Sulzberg vereinbart, in zwei Jagdjahren gar kein Rotwild zu erlegen. Max Mitterer will auf seinen Flächen eine neue Rotwildfütterung errichten, was mit jagdlicher Zurückhaltung im nahe gelegenen Staatswald hilfreich begleitet werden soll.

In der Köhlerstube von Neukirchen trafen sich die an den Teisenberg angrenzenden Revierinhaber mit Vertretern der Hochwildhegegemeinschaften Chiemgau Ost und Berchtesgaden. „Die jagdliche Zurückhaltung beim Rotwild zeigt, dass wir bei den Bayerischen Staatsforsten eine an die jeweilige Situation angepasste Jagdstrategie haben. Es geht nicht immer nur um die Reduktion des Wildes“ erklärt Daniel Müller, Leiter des Forstbetriebs Berchtesgaden. Gegenüber dem Durchschnitt der letzten Jahre soll trotz der Sanierungsgebiete im Staatswald der Abschuss beim Rotwild auf maximal sieben Stück halbiert werden. Die Fütterung im Staatswald soll früher beginnen und durch weitere Maßnahmen attraktiver gestaltet werden. In den Gemeindejagdrevieren Neukirchen, Freidling, Aufham und Piding soll das Rotwild geschont, aber nicht mehr gefüttert werden, damit es wieder zurück zur Schmidmais-Fütterung zieht.

Die für das Rotwild positiven Ergebnisse kamen jeweils in konstruktiven Gesprächen in einer entspannten Atmosphäre zustande, nachdem sich alle Beteiligten auf die gemeinsamen Ziele konzentrierten. Dass sich die jagdlich Verantwortlichen nun weiterhin regelmäßig zusammensetzen, um gemeinsam die Zukunft des Rotwildes zu gestalten, betonten auch Werner d´Oleire und Hans Niederberger von der Hochwildhegegemeinschaft Berchtesgaden.

Pressemitteilung Forstbetrieb Berchtesgaden

Zurück zur Übersicht: Region Berchtesgaden

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser