Gemeinderat berät über Planungsentwurf

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Schönau am Königssee - Auf einem in der Vergangenheit ausgearbeiteten Grundsatzkonzept für die Hotelanlage Zechmeisterlehen basiert der Planungsentwurf, über welchen in der Gemeinderatssitzung beraten wurde.

 „Das ist eine Planung, die teils sehr weit in die Zukunft reicht“, sagte 1. Bürgermeister der Gemeinde Schönau am Königssee, Stefan Kurz. Nach den Entwürfen werden die Rahmenbedingungen für verschiedene Entwicklungsmöglichkeiten vorgesehen, die das gesamte Hotel-Gelände betreffen.

So steht eine Aufstockung des Hotelbaus um ein weiteres Stockwerk im Raum. Ausgenommen hierbei ist der westliche Anbau aus dem Jahr 2006. Des Weiteren angedacht ist die Errichtung eines zusätzlichen Hoteltraktes an der Rennermoos Straße, die Errichtung eines Carports und eines Personalhauses oberhalb der neu umgesetzten Tiefgarage sowie der Bau eines weiteren Betriebshauses im Westen des Hotels gelegen. Darüber hinaus denkt man darüber nach, mehrere Chalets auf der im Osten des Hotels befindlichen Wiese zu bauen, ein Schwimmteich mit Funktionsgebäude im Südosten sowie einen Streichelzoo im Süden der Wiesenfläche. Ein Betriebs-/Wohnhaus westlich des Streichelzoos, ein Aussichtsturm im Südosten sowie ein das gesamte Wiesengebiet umspannender Fußweg, der in Teilbereichen auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll, komplettieren den Planungsentwurf.

Die für die Erweiterungen notwendigen Ausgleichsflächen „können in dem östlichen Wiesenbereich, der von einem Wassergraben durchzogen ist, geschaffen werden“. Der Feuchtbereich würde dadurch entsprechend aufgewertet. Kurz befürwortete grundsätzlich die Bestrebungen des Betreibers: „Solche Betriebe benötigen wir“. Bedenken in der Gesamtsicht gebe es keine. Problematisch, so Kurz, sei aber die angedachte Hotel-Aufstockung, vor allem die mögliche Dimension eines neuen Hoteltraktes mit in Erwägung gezogenen vier Geschossen. Die Verwaltung schlug daher vor, den Hoteltrakt um ein Geschoss zu reduzieren. Hinsichtlich des Streichelzoos sei ein erhöhter Geräuschpegel zu erwarten. Daher bedürfe dieser einer grundsätzlichen Erörterung im Gemeinderat.

„Zukunftsweisend“ seien die Planungen, sagte Richard Lenz (FWG), „meines Erachtens ist das ein Vorzeige-Hotel“, so sein begeisterter Kommentar zu den Planungsentwürfen. Manfred Vonderthann, 2. Bürgermeister (FWG), hält die Erweiterungsmaßnahmen im Grundsatz für vorbildlich: „Gott sei Dank, dass es derartige Visionen noch gibt“, sagte er, verwies aber ebenso auf die geplante Stockwerksanzahl und auf eventuelle Immissionsschutzprobleme beim Streichelzoo.

Johann Hölzl (FWG) stellte sich gegen das Vorhaben. Die südlich gelegenen Wiesen sollten seines Erachtens nicht berührt werden, auch erkennt er keine Notwendigkeit bei der Errichtung des geplanten Wohnhauses. Die Anzahl der Chalets sollte vorgeschrieben sein. Als touristisch sinnvoll erachtet Bürgermeister Stefan Kurz die im Alpenraum bekannten Satteldach-Gebäude, „die uns noch abgingen“. Johann Schwaiger (FWG) sieht bei den Maßnahmen eine Gefahr für die Landwirtschaft, der durch entsprechende Bebauungen immer weitere Hindernisse in den Weg gelegt würden. Die Bewirtschaftung würde dadurch erschwert.

Der Beschlussvorschlag nach weiterer Diskussion sah vor, dass der Hotelneubau auf maximal drei Vollgeschosse festgesetzt werde. Bei der Streichelzoo-Platzierung „sollen die immissionsschutzrechtlichen Anforderungen zur nächst gelegenen Wohnbebauung hin berücksichtigt werden“. Mit den Entwurfsunterlagen bestehe Einverständnis, die eingehenden Stellungnahmen seien dem Gemeinderat zur weiteren Beschlussfassung vorzulegen. Mit 15 zu drei Stimmen kam der Gemeinderat dem Beschlussvorschlag nach.

kp

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