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Kampfflugzeug bei Madrid abgestürzt

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Geht nicht, gibt´s nicht!

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Firmeninhaber Heinz Quittenbaum (l.) informierte die Gäste beim EuRegio Dialog persönlich über die ausgefeilten Produktionsabläufe in seinem Feinmechanik-Betrieb.

Schönau am Königssee - Die EuRegio Salzburg - Berchtesgadener Land - Traunstein hat die Quittenbaum GmbH in Schönau am Königssee besucht. Aus der Garage zum High-Tech-Betrieb.

Getreu dem Firmenmotto „Geht nicht, gibt´s nicht!“ schilderte Firmengründer Heinz Quittenbaum kurzweilig und eindrucksvoll die Entwicklung seiner Firma aus der Garage in Marktschellenberg zum High Tech-Betrieb in der Tourismusgemeinde Schönau am Königssee. Bereits in der Begrüßung der gut 40 Gäste hatten EuRegio-Präsident Landrat Georg Grabner und Schönaus Bürgermeister Stefan Kurz die mitarbeiterorientierte, sozial verantwortliche und solide Führung dieses Vorzeige-Unternehmens gelobt.

In der nun fast 30 Jahre alten Firma Quittenbaum GmbH sind derzeit gut 40 Personen beschäftigt; eine von ihnen ist immer noch der erste Lehrling, den Heinz Quittenbaum in seiner Garage einstellte und ausbildete. Die Quittenbaum GmbH ist eine weltweit aktive Firma des Feinmechanik-Schwerpunkts im „inneren Landkreis“ des Berchtesgadener Landes und war nun kürzlich Ziel der vierten und letzten Veranstaltung im Zyklus des EuRegio Dialogs 2009.

In seinem einleitenden Fachvortrag „Die Umsetzung eines Kundenprojektes bis zur prozesssicheren Serienfertigung“ ging Geschäftsführer Quittenbaum auf die Herausforderungen in der Feinmechanikwelt ein. „Je kleiner, desto lieber sind uns die Stanzteile, die wir produzieren“, führte er aus. Hier sei die Wertschöpfung aufgrund des geringen Materialanteils in den Produkten besonders hoch, was der Firma bei der hohen Qualität ihrer Arbeit einen guten Ruf und auch einen guten Marktanteil verschafft habe. „Fehlerhafte Teile werden in unserer Branche nicht mehr akzeptiert, deshalb müssen die Stanzprozesse die geforderte Präzision von oft nur Tausendstelmillimetern selbst bei millionenfacher Wiederholung sicher stellen“, so Quittenbaum.

Diese Präzision konnten die EuRegio Dialog-Besucher dann beim Betriebsrundgang hautnah erleben – sei es beim Bau der Stanzwerkzeuge, die oft bis zu tausend Stunden Arbeitszeit benötigen, sei es bei der Produktion selbst, die vollautomatisch, aber unter ständiger Überwachung und Qualitätssicherung durch die Mitarbeiter läuft. So hat sich Quittenbaum zu einem reinen Zulieferbetrieb entwickelt, der sich auf kleine und kleinste Stanzteile aller Metallarten spezialisiert hat.

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„Für uns ist dabei gleichbleibend hohe Qualität über oft jahrelange Produktionsprozesse wichtig. Das sichert eine gute Mund-zu-Mund-Propaganda und wir beliefern Firmen in der ganzen Welt, ohne je auf einer Messe gewesen zu sein oder eine Hochglanz-Firmenbroschüre zu haben“, überzeugte Quittenbaum seine Gäste von den Leitmotiven seiner Firma und ihrem langsamen, dafür aber gesunden Wachstum.

Quittenbaum besteht seit 1982 und hat sich auf die Herstellung von Präzisions-Stanzteilen spezialisiert. Die Kunden kommen aus der Elektro- und Elektronikindustrie, aus dem Automotivbereich sowie von den Handyherstellern und aus der Telekommunikationsbranche. Zur Produktpalette gehören Stanz- und Stanzbiegeteile, Ziehteile und kleine Baugruppen aber auch fertig montierte Produkte. Einen großen Anteil in der Produktionspalette nehmen die unterschiedlichsten Steckkontakte ein. Diese werden auf speziellen Kundenwunsch von vielpoligen Steckern bis hin zu kleinsten Mikrosteckern gefertigt. Um die extrem hohen Qualitätskriterien der Produkte sicherzustellen werden alle Stanzwerkzeuge im hauseigenen Werkzeugbau konstruiert und gebaut. Mit dem über Jahrzehnte lang gewachsenen Know-how werden Millionen von Stanzteilen auf modernsten Stanzautomaten mit gleichbleibender Qualität produziert. Bei vielen Produkten wird mit einem elektronisch gesteuerten Mess- und Überwachungssystem die gesamte Produktion zu 100 Prozent geprüft. Mit diesen hohen Qualitätsansprüchen liefert das Schönauer Unternehmen über die Grenzen der EU hinaus weltweit.

Im Rahmen des EuRegio Dialogs werden pro Jahr zwei bayerische und zwei Salzburger Betriebe besucht. Eingeladen sind UnternehmerInnen aus dem gesamten EuRegio-Gebiet.

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