Gästezahlen enttäuschen - Bilanz noch positiv

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Manfred Vonderthann und Stefan Kurz standen den Aktionären Rede und Antwort.

Schönau am Königssee - Die Aufregung, die noch vor einem Jahr bei der Aktionärsversammlung der Berchtesgadener Bergbahn AG zu spüren war, hat sich gelegt. Doch alle Aktionäre waren trotzdem nicht zufrieden.

Ein Aktionär forderte alle Anwesenden auf, den Vorstand im Geschäftsjahr 2008/09 nicht zu entlasten. Er befürchtet, dass die hohen Investitionen, die die AG in den vergangenen Jahren getätigt hat, auf Dauer schlimme Folgen haben werden.

Insgesamt 4,6 Millionen Euro sind in den vergangenen Jahren in den Ausbau der Beschneiungsanlage bis ins Tal und der Pisten gesteckt worden. Die steigenden Gästezahlen sprechen zwar dafür. Allerdings muss Vorstand Stefan Kurz zugeben, dass man sich von der Beschneiung bis ins Tal mehr Resonanz erwartet hat. "Wir wollten die Erstzutritte im Vergleich zu 2007/08 um 30 Prozent steigern." Letztendlich waren es 18 Prozent. Also zuwenig, um auf Dauer die positive Bilanz halten zu können.

"Wir müssen dringend aggressiver und gezielter Werbung machen", gab Kurz gegenüber der Versammlung zu. Dank der Rücklagen aus dem Geschäftsjahr 2007/08 konnte auch 2008/09 eine positive Bilanz gezogen werden. Doch die 1000 Euro Bilanzgewinn werden im kommenden Jahr wohl nicht reichen, um nicht in die roten Zahlen zu rutschen. Vor allem, da der Ausblick auf das bisherige Geschäftsjahr 2009/2010 keine positiven Erstzutrittszahlen vorweisen kann. Aufgrund des schlechten Winters sind die Zahlen um 16 Prozent zurückgegangen und auch der Sommer hält bisher nicht, was er verspricht.

red-bgl24/cz

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