Fußballgolf in Berchtesgaden?

Im niederbayerischen Bodenkirchen gibt es bereits eine Fußballgolf-Anlage. Auch in Berchtesgaden soll eine solche entstehen, so der Wunsch von Hands Klegraefe.

Berchtesgaden - Der Bauausschuss der Gemeinde Berchtesgaden hat der Bauvoranfrage von Hans Klegraefe auf Errichtung einer Fußballgolf-Anlage am Weinfeld bereits positiv zugestimmt.

Die Bauvoranfrage geht nun an das Landratsamt Bad Reichenhall zur weiteren Prüfung.

Fußballgolf ist ein neuer Trendsport, der in Skandinavien seine Wurzeln hat. Hans Klegraefe möchte im Berchtesgadener Land auf einer Fläche von zwei Hektar eine Fußballgolf-Anlage mit einer Spielfläche von etwa 2500 Quadratmetern errichten. Somit könnte nach der positiven Entscheidung nach dem niederbayerischen Bodenkirchen, wo bereits 2009 die erste Fußballgolf-Anlage errichtet wurde, die zweite 18-Loch-Anlage entstehen. Insgesamt gibt es derzeit vier 18-Loch-Fußballgolfplätze in ganz Deutschland. Darüber hinaus existieren in Deutschland nur ein paar wenige Neun-Loch-Fußballgolf-Anlagen. In Skandinvien ist dieser Sport schon seit etwa zehn Jahren populär – auf insgesamt 50 Anlagen.

Das Thema ließ Hans Klegraefe, einen gelernten Filmkaufmann und Eventmanager, der seit über 25 Jahren in Berchtesgaden tätig ist, nicht mehr los. Anfang des Jahres feilte er gemeinsam mit seiner Frau an den Plänen, den Fußballgolf in die Region zu bringen. Für das Investitionsvolumen von 150.000 Euro sollen auch Fördergelder beantragt werden. Um auch Großveranstaltungen wie Deutsche-, Europa- und Weltmeisterschaft ausrichten zu können, will sich Klegraefe der Kooperation der Soccer-Parks anschließen. Vereinbarungen in diese Richtung wurden bereits getroffen. Auch für den österreichischen Markt, wo es 18-Loch-Fußballgolf so noch nicht gibt, wurden bereits intensive Gespräche geführt und die entsprechenden Vorarbeiten geleistet. Hier gibt es bereits erste Übereinkünfte mit einer großen Brauerei, die sich an einer Kooperation mit Klegraefe interessiert zeigt.

Das Berchtesgadener Land mit seinem Tourismus sei ein ideales Pflaster für diesen Sport, so Klegraefe, der nicht nur Kindern, sondern der ganzen Familie Spaß machen werde. Fußballgolf ist eine Mischung aus Fußball und Golf und wird mit etwas abgewandelten Regeln zum herkömmlichen Golfen auf 18 Bahnen gespielt. Die Platzreife hat jeder. Die einzelnen Bahnen sind zwischen 30 und 200 Meter lang und mit einer entsprechenden Par-Zahl belegt. Eine komplette Runde Fußballgolf soll - je nach Geschicklichkeit – etwa eineinhalb bis zwei Stunden dauern. Dabei wird ein Fußball mit dem Fuß, ohne Hilfsmittel, mit möglichst wenigen Schlägen über verschiedene, natürliche Hindernisse bis zum Loch, das 50 Zentimeter im Durchmesser hat, gespielt. Für die Hindernisse will Klegraefe ausschließlich Naturprodukte wie Holz, Steine, Wasser, Sträucher und Sandbunker verwenden. Für den Rasen reicht eine gewöhnliche, strapazierfähige Wiese aus. Ein Bodenaustausch, wie beim herkömmlichen Golfsport, ist nicht erforderlich.

Klegraefes Erwartungen – 5000 spielende Gäste im ersten Jahr seien keine Utopie, sofern das Wetter mitspielt. Im weit weniger touristischen Dirmstein und Bodenkirchen seien diese Zahlen bereits übertroffen worden, betont Hans Klegraefe. Beim Bau will er heimische Firmen einbinden aber auch selbst Hand anlegen und die Vermarktung durch ein Netzwerk mit Tourismusbüros, Sportvereinen, Reiseveranstaltern, Medien, Vermietern und Gastronomen vorantreiben. Klegraefe plant, für befristete Sponsorenverträge 18-Bahn-Paten zu finden, Profi-Fußballclubs einzuladen und große Events und Geburtstagsfeiern zu veranstalten.

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