Füssener Aufklärer gewinnen Militärpatrouille

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Gemeinsame Stärke: Kraft, Ausdauer und Teamgeist erfordert die Militärpatrouille über 8,5 Kilometer von allen Mannschaftsangehörigen, wie hier von der Siegermannschaft vom Gebirgsaufklärungsbataillon 230 aus Füssen.

Bischofswiesen - Der zweite Wettkampftag bei den Skimeisterschaften der Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ stand ganz im Zeichen der Militärpatrouille.

Zu dieser härtesten Disziplin im Skizentrum am Götschen hatten zehn Mannschaften gemeldet, um ihre diesjährigen Titelträger zu ermitteln, davon zwei Reservistenteams. Gute äußere Bedingungen und hervorragend präparierte Loipen ließen bei leichtem Schneefall spannende Wettkämpfe erwarten.

Mit Risiko und Können dem Ziel entgegen: Die Militärpatrouille des Gebirgsaufklärungsbataillon 230 wurde mit Laufbestzeit und dem besten Schießergebnis Brigademeister 2011.

Bei der als Königsdisziplin des militärischen Wintersports bezeichnete Wettbewerb mit rein militärischer Ausrüstung waren von den Mannschaftsangehörigen neben Kraft und Ausdauer auch Ziel- und Treffsicherheit beim Schießen mit dem Gewehr G3 mit Kleinkalibereinsteckrohr und beim Handgranatenwurf gefordert. Teamgeist mussten sie als letzte Herausforderung beweisen, als es darum ging, das Transportgerät UT 2000 möglichst schnell zusammen zu bauen und einen „verletzten“ Kameraden über die letzte Abfahrt in manchmal halsbrecherischen Tempo gemeinsam ins Ziel zu bringen.

Den „heißen Kampf in kalter Spur“ auf der 8,5 Kilometer langen Strecke eröffnete die Mannschaft des Gebirgsjägerbataillons 231 aus Bad Reichenhall, die im vergangenen Jahr bei den Divisionsskimeisterschaften als Dritte auf dem Siegerpodest standen. Ihr folgten die Vorjahreszweiten vom Gebirgsaufklärungsbataillon 230 und der Titelverteidiger des Vorjahres, das 6-er Team des Gebirgslogistikbataillon 8, beide aus Füssen. Vor allem auf die Leistung der anderen Gebirgsjägerbataillone durfte man gespannt sein, weil das Abschneiden der eigenen Patrouillenmannschaft - vor allem für die Bataillonskommandeure - schon seit jeher auch eine „Frage der Ehre“ ist.

Zunächst kam die Reichenhaller Mannschaft mit der sehr guten Laufzeit von 56:54,98 Minuten ins Ziel, doch gleich darauf verbesserten die Aufklärer die Zeit um drei Minuten. Diese Bestzeit hielt auch tatsächlich bis zum Schluss, obwohl die Mannschaften des Gebirgslogistikbataillons 8 und des Struber Gebirgsjägerbataillons 232 mächtig aufkamen und um nur knapp zwei Minuten langsamer waren als der Mitfavorit aus dem Allgäu. Die endgültige Entscheidung musste also mit den Schieß- und Wurfergebnissen fallen. Die Allgäuer Aufklärer leisteten sich lediglich einen Schießfehler, was ihnen eine Strafzeit von 30 Sekunden einbrachte. Als feststand, dass die Mannschaft des Logistikbataillons 8 neben einem Zeitzuschlag für drei Schießfehler auch eine einminütige Strafzeit wegen eines Regelverstoßes beim Verwundetentransport bekam, stieg die Hoffnung bei den „Reichenhaller Jagern“ auf den Vizemeistertitel. Doch drei Schießfehler waren zu viel, sodass sie sich mit nur 12 Sekunden Rückstand erneut mit dem dritten Platz zufrieden geben mussten, gefolgt von den Gebirgsjägern aus Bischofswiesen und Mittenwald.

Somit ging der Titel des Brigademeisters 2011 an die Mannschaft um ihren Patrouillenführer Oberleutnant Sebastian Haag vom Gebirgsaufklärungsbataillon 230 aus Füssen. Die Wertungsklasse der Reservisten gewann das Team vom Verband der Reservisten der Bundeswehr, Landesgruppe Bayern um Oberstleutnant der Reserve Konrad Herborn vor der Mannschaft des Landeskommandos Bayern.

Pressemitteilung Gebirgsjägerbrigade 23

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